La lingua batte dove duole il dente. - Wem das Herz voll ist dem geht der Mund über

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schön, dass du da bist

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Sonntag, 27. Dezember 2015

Der Fäustling

ein Mann geht durch den ruhigen dunklen Winterwald
bbrrrr es war ganz schön kalt
sein Hund, Bello, läuft hiebei -
dem war die Kälte einerlei
beim Stapfen durch den tiefen Schnee,
verlor der Mann seinen Fäutling - Oje

der liegt da völlig unbenutzt
da kommt ne Maus und schaut verdutzt
"Ei, ein Fäustling für mich allein"
denkt sie, "da zieh ich doch gleich ein!"

da hüpft ein Fröschlein vorbei
und quakt "Ei - wer wohnt in dem Fäustling?"

"das Mäuslein Scharrefein und wer bist du?"
"ich" quakt das Fröschlein im Nu
"Ich bin das Fröschlein Hüpfebein -
ach lass mich doch bitte ein!"

da waren es zwei

da kommt ein Häslein vorbei
und fragt "Ei - wer wohnt in dem Fäustling?"
"das Mäuslein Scharrefein, das Fröschlein Hüpfebein und wer bist du?"

"ich" sagt das Häslein im Nu
"Ich bin das Häslein Sausewind -
ach lasst mich bitte ein geschwind!"

da waren es drei

da schleicht ein Füchslein vorbei
und fragt "Ei - wer wohnt in dem Fäustling?"
"das Mäuslein Scharrefein, das Fröschlein Hüpfebein, das Häslein Sausewind und wer bist du?"

"ich" sagt das Füchslein im Nu
"Ich bin das Füchslein Packgeschwind -
ach bitte gebt mir Schutz vor dem Wind!"

da waren es vier

da kommt ein Wölflein vorbei
und knurrt "Ei - wer wohnt in dem Fäustling?"
"das Mäuslein Scharrefein, das Fröschlein Hüpfebein, das Häslein Sausewind,das Füchslein Packgeschwind und wer bist du?"

"ich" knurrt das Wöflein im Nu
"Ich bin das Wölflein Krausefell
ach lasst mich doch ein recht schnell!"

da waren es fünf

da stapft ein Eber vorbei
und grunzt "Ei - wer wohnt in dem Fäustling?"
"das Mäuslein Scharrefein, das Fröschlein Hüpfebein, das Häslein Sausewind,das Füchslein Packgeschwind, das Wölflein Krausefell und wer bist du?"

"ich" grunzt der Eber im Nu
"Ich bin der Eber Schnüffelschnell
für mich ist doch noch Platz, gell!"

"Nein! Du kannst nicht mehr rein!
Der Fäustling ist zu klein!"
"Ach es wird schon gehn,
rückt zusammen, dann werdet ihr's sehn!"

da waren es sechs

sie hocken beisammen dicht an dicht,
wenigstens frieren sie nicht
der Fäustling der platzt fast aus den Nähten
"hoffentlich kommt keiner mehr!
hört mans drinnen beten!"

draußen ist's nun richtig eisig
es kommt, wie's kommen muss - es knackt im Reisig

ein Bär kommt vorbei
und brummt ""Ei - wer wohnt in dem Fäustling?"
"das Mäuslein Scharrefein, das Fröschlein Hüpfebein, das Häslein Sausewind,das Füchslein Packgeschwind, das Wölflein Krausefell, der Eber Schnüffelschnell und wer bist du?"

"das klingt ja wahrlich nach ner Menge
und vor allem nach Enge!
Ich bin der Gevatter Bär,
für mich ist doch noch Platz, bitte sehr!"

"Nein, du bist zu groß!!!
Da platzt der Fäustling bloß!!!!
Ein Bein, das passt vielleicht noch rein!"

Einstweilen am Waldesrand
hat der Mann seinen Verlust erkannt.
Er dreht zurück den Weg durch den Schnee
sein Hund, freut sich und denkt "juchee"!

der findet auch schnell den Fäustling da liegen
und sich gar seltsam verbiegen
er schnüffelt und bellt
da erschrecken sich alle drinnen so sehr,
dass einer nach dem andern wieder aus dem Fäustling fällt.

Der Mann der merkt von all dem freilich nix
der sagt nur - "komm Bello, jetzt gehn wir nach Hause, aber fix!"

endlich wiedermal ein Beitrag zum Projekt .txt ruhig

Montag, 28. September 2015

König "Zorro"

Auf dem Planeten R2D2 lebte und herrschte ein in die Jahre gekommener König. Er hatte viel erlebt und regierte sein Volk weise und gerecht. Er hatte in seinem Leben viel dem Kampf für die Gerechtigkeit getan und seine UntertanInnen achteten ihn dafür.

Der König hatte ein Erkennungszeichen, aufgrund einer Narbe, die er bei einem der Kämpfe davongetragen hatte, und die sein Gesicht zierte, trug er eine Maske, die er nie abnahm. Ganz von allein hat sich bei seinen UntertanInnen der Name "Zorro" ergeben.

Obwohl er so weise und gerecht war, gab es doch kleine Schwächen, denn aufgrund der Maske, war seine Sicht etwas eingeschränkt.

Darunter litt vor allem die Tochter und Thronerbin. Sie hatte eigene Pläne und Ansichten, wie sie das Königreich weiterführen würde, bzw. notwendige Veränderungen die anstanden - neue Lebensansichten, bessere Arbeitsbedingungen für Frauen, bessere Schulsysteme, neue Sprachen, andere Bücher in den Buchhandlungen uvm.

Doch der König "Zorro" ließ keine Veränderungen zu, allein seine Art zu herrschen, hätte den Frieden bewahrt und was gut für den König war, war gut für sein Königreich.

Verzweifelt machte sich die Tochter auf und davon. Hinaus aus der Königsstadt hinein in den Wald und natürlich traf sie bei ihrer Flucht auf die Prinzessin und die alte Frau im Wald. Gemeinsam berieten sie, was zu tun wäre.

Während der Abwesenheit der Thronerbin kam, was kommen musste - der König wurde krank. Seine BeraterInnen wussten kein Heilmittel. Langsam aber sicher verlor er sein Augenlicht. Zuerst ließ der Radius der Sehfähigkeit nach, bis die Sehkraft ganz verblasste.

Verzweifelt wurde das ganze Königreich abgesucht nach einer Pflanze oder Rezepten doch nichts half. Gegen diese Krankheit war offensichtlich kein bekanntes Kraut gewachsen.

Die Kunde kam auch in das Haus im Wald. Kurzentschlossen braute die alte Frau ein Heilmittel und schickte die beiden Prinzessinnen mit ihren Anweisungen zurück ins Schloss.

Die beiden kamen zum König und schlugen ihre Behandlung vor. Lappen in den Trank tauchen und auf die Augen auflegen. Der König verweigerte zuerst natürlich die Behandlung. Er klammerte sich an seine Maske und sein bestehendes und bekanntes System.

Die Prinzessinnen ließen sich nicht beirren, sie entfernten langsam die Maske, die Haut darunter war durchscheinend und verletzlich. Sie tauchten die Lappen in den Trank und legten sie ihm auf die Augen und tatsächlich zuerst war alles nur Dunkel, doch langsam kam die Sicht zurück und was noch wichtig war, die Narbe verblasste ein wenig durch das Gebräuh und durch die Luft, die dazu kam.

Verwundert drehte der König "Zorro" den Kopf und ließ das Sonnenlicht und die Umgebung auf seine Augen wirken. Doch was viel wichter war:

er begann zu verstehen! Manchmal war es hinderlich so eine Maske zu tragen oder sich dahinter zu verstecken.

Es war wichtig, andere Meinungen und Sichten zuzulassen, auch dann wenn das Angst machte oder Veränderungen brachte. Ein Blick über den Tellerrand war unabdinglich.

So kam es, dass sie von nun an gemeinsam das Land regierten und er seiner Tochter immer mehr Freiheiten und die Möglichkeit bot ihre Ansichten zu leben.

Und wenn sie nicht gestorben sind ....

mein Beitrag beim Projekt .txt 13. Wort verstehen

Donnerstag, 3. September 2015

Lebens-Zeichen

wiedermal Zeit mehr zu tippen als Songtitel ;))

Lebens-Zeichen sozusagen ....

überhaupt wo frau erst letztens Zeugin des Überlebenskampf der sehr oft diskreditierten Spezies der aggressiv Essens-stehlenden Mitlebenden wurde

Herr und Frau Sternenstaub sitzen beim Konsum von legalen hopfenhältigen Rauschmittel und schon naht die erste Mittrinkerin und schmeißt sich ar...links rein in den Rausch ..

bis ich mit dem Brillenbügel erste Hilfe leisten kann, ist die Dame sehr berauscht, aber am Leben, schüttelt die Flüssigkeit ab, putzt die Flügel und hebt ab ...

mittenrein ins dicht gewebte Fangnetz von Frau Thekla, die auch in Sekundenstelle zur Stelle ist ...

Na super denk ich - DAS ist Schicksal, oft is echt Bestimmung wenns aus is :-/

doch auch diese missliche Lage hat die Wespe gemeistert und is weitergeflogen, wahrscheinlich hinein ins nächste gelb/schwarz gestreifte Abenteuer ;))

Was lernen wir daraus: Rauschpegel anheben und Leben genießen!! ;))))

Mein aktuelles Märchen zum Projekt .txt
das 12. Wort zum Projekt "Rausch"

http://neonwilderness.net/2015/08/29/das-zwoelfte-wort-txt/

Sonntag, 16. August 2015

der verschlossene Raum

da ging die Kunde durch die Galaxie, dass auf dem Planeten XY ein junger König lebte, dieser König war sehr traurig, denn ihm war die Frau gestorben und jetzt kümmerte er sich allein um seine Tochter.

Zur Aufheiterung beschlossen die weisen Männer seines Planeten ein wunderschönes Schloss bauen zu lassen, mit allem Drum und Dran, herrlich, prunkvoll uvm.

Als es endlich fertig war überließe sie dem König die erste Inspektion. Er durschritt einen Raum nach dem andern und war sehr begeistert, doch als er zum letzten Raum kam, blieb er aprupt stehn alles was er sah war Schwermut und Traurigkeit. Er drehte sich um und ließ den Raum absperren und niemand sollte ihn je wieder betreten.

So war es und so blieb es viele Jahre.

Dann wurde die Prinzessin alt genug um auf Prinzenschau zu gehen und es fanden sich auch bald mehrere geeignete Kanditaten. Der König war selten einverstanden mit der Wahl und wollte auf jeden Fall das letzte Wort behalten.

Was eine richtige Prinzessin ist, hört natürlich nicht auf das was der Vater sagt und so traf sie sich heimlich.

Einmal war der König nicht am Planeten, er musste zu intergalaktischen Besprechungen und das nutzte die Prinzessin um ein rauschendes Fest zu geben.

Die BesucherInnen waren alle sehr angetan von dem schönen Schloß und konnten sich gar nicht sattsehen an den vielen tollen Räumen. Verwundert waren sie allerdings, warum denn dieses eine Zimmer verschlossen war.

Die Prinzessin konnte nur sagen, dass es eben so wäre und niemand wüsste wo der Schlüssel versteckt ist.

Alle gaben sich damit zufrieden, bis auf den Prinz Untestüm.

1. wollte er der Prinzessin imponieren und 2. war er einfach neugierig. Als alle gegngen waren blieb er noch und Hand in Hand durchquerten sie gemeinsam nochmal das ganze Haus. Die Prinzessin war seelig, schlug ihr Herz doch schon länger für ihn. Seine ungestüme, sorglose Art hatte es ihr angetan.

Als sie wieder bei dem verschlossenen Zimmer angekommen waren ließ er nicht locker und bearbeitete die Türe, aber nichts half, die Tür blieb zu.

Da die Prinzessin natürlich auch neugierig wurde, was denn in diesem Raum sei, zog sie eine Haarnadel aus ihrer kunstvoll hochgesteckten Frisur (wozu war sie schließlich die Prinzessin) und gemeinsam gelang es das Schloss zu knacken.

Voller Freude und Überraschung betraten sie mit einer mitgebrachten entzündeten Kerze gemeinsam den Raum. Er war wunderschön, sanftes Licht durchstrahlte ihn. Und er war voller Übermut und Neugier.

Von da an stahl sich die Prinzessin immer öfter in diesen wunderbaren Raum. Sie konnte absolut nicht verstehen, warum ihr Vater den Raum hatte abschließen lassen. Er war lebhaft und friedlich, lebendig und auch traurig, alles auf einmal .....

Doch einmal vergaß sie die Türe fest genug zu schließen und ihr Vater bemerkte, dass die Tür geöffnet worden war. Entzürnt ließ er das Schloß zusammen trommeln und wollte wissen, wer sich seiner Anweisung widersetzt hatte.

Keiner traute sich zu reden. Da trat die Prinzessin vor und meinte nur, dass sie und der Prinz Ungestüm es gewesen sein und dass der Raum - und der Prinz Ungestüm - traumhaft wären und sie nicht wisse, warum so ein toller Raum abgeschlossen sei - und sie den Prinz Ungestüm nicht öfter treffen dürfe ....

Der König wurde noch böser, denn er war schließlich der König und er wusste, dass der Raum - und der Prinz Ungestüm - nicht gut (genug) war. Also sei der Raum - und das Herz - wieder zu verschließen punktum.

Die Prinzessin bestand darauf mit ihm gemeinsam hinzugehen, also zog sie ihn förmlich vor die Türe - sie machte sie auf und trat siegessicher und freuig - mit der Erinnerung an Prinz Ungestüm im Herzen - ein und der König war überrascht von all der Freude ... wie hatte er sich so täuschen können?

Hell und fröhlich wirkte der Raum .... und das Sonnenlicht spiegelte sich in den vielen Spiegeln an der Wand und spiegelten Vater und Tochter vielfach wieder ....

das 11. Wort zum Projekt .txt Schwermut

Freitag, 24. Juli 2015

Hab-Gier

Die Prinzessin hatte wieder einen neuen Planeten im Visier.

Hier herrschte auch ein junger König. Aufgewachsen ohne jegliche Sorge um das Geld, verwöhnt und wohlhabend. Er hatte ein prächtiges Schloss und viele Länderein drumherum. Er liebte den Luxus und war sehr stolz auf all sein Gold.

Ebenso stolz und arrogant präsentierte er seine Besitztümer. Stets trug er ein Bündel Geldscheine mit sich herum, die er zur Demonstration an seine UntertanInnen verteilte. Jedoch niemals wär er auf die Idee gekommen seinen Reichtum zu teilen.

Vielmehr gönnte er sich rauschende Feste und Jagdgesellschaften, in denen er wieder seine Länderein und sein Wild vorführen konnte.

Da er von sich selbst und seinen Errungenschaften derart eingenommen war, merkte er natürlich nicht, dass er nicht sehr beliebt war bei den HerrscherInnen der anderen Planeten. Immer seltener erschienen sie zu seinen Festen. Also mussten die Regierungsleute einspringen. Die konnten nicht so leicht ablehnen.

Da passierte es, bei einer dieser Jagdgesellschaften, er hatte sich gerade mit seinem neuesten Gewehr profiliert und ein paar Fasane geschossen, trat ein 16ender vor. Der König setzte natürlich sofort an und da war ihm als hörte er eine Stimme – kam sie von dem Hirsch oder aus seinem Inneren – die sagte: „Hab acht vor der Verblendung!“

Er hielt inne um über die Worte nachzudenken. Da er aber bereits zu tief drinnensteckte in seiner Sicht der Welt, wusste er natürlich nichts anzufangen, mit diesen Worten. So schüttelte er nur kurz den Kopf, zielte und schoss.

Diese kurze Unterbrechung genügte aber und der Hirsch sprang davon. Doch die Kugel prallte an einem Felsen ab und kam retour, genau auf sein Herz zugeschossen. Sie ging durch seinen Körper wie durch Butter und er sank vom Pferd und es wurde schwarz vor seinen Augen.

Sein Gefolge nahm ihn und brachte ihm zurück zum Schloss, wo ihn der Hofarzt sofort operierte. Doch es waren ein paar Minuten in denen der König zwischen Tod und Leben schwebte.

Der König bekam von dem allen nichts mit. Er war in einen tiefen Traum gesunken.

In seinem Traum wanderte er durch sein Reich. Alles war aus Gold, die Straßen, die Häuser, die Bäume und Sträucher, alle Blumen und Wiesen, das Wasser …

auch die Menschen waren aus Gold.

Stolz durchschritt der König diese Landschaft und konnte sich nicht sattsehen an diesem Glanz. Doch irgendwann bekam er Hunger und er wollte sich einen Apfel von einem Baum nehmen, doch natürlich konnte man diesen Apfel nicht essen.

Gold konnte man nicht essen. Da erst bemerkte er, dass die Menschen um ihn herum alle sehr ausgemergelt und abgearbeitet wirkten.

Er hielt die Nächstbeste auf und fragte: „Gib mir etwas zu essen?“ „Essen! Ha dieser Stolz und die Gier des Königs hat alles in Gold verwandelt, es gibt nichts auf diesem Planeten, dass nicht aus Gold ist!“

Also wanderte der König weiter, natürlich gab es auch kein Wasser. Am Ende des Tages traf er die Prinzessin. Sie las ihn vom Wegrand auf. Er hatte den Großteil seiner Gewänder verkauft um etwas zu Essen zu bekommen, doch die Menschen hatten alles genommen, aber natürlich nichts anbieten könne, das nicht aus Gold war.

Die Prinzessin nahm ihn mit in den Wald, zur Lichtung, zur Hütte der alten Frau. Hier war der Wald plötzlich wieder grün und alles schien normal.

Niemals wär er auf die Idee gekommen in so einer Hütte einzutreten aus Angst er könnte seine schönen Gewänder schmutzig machen. Doch er sah, dass Rauch aufstieg. Die Alte öffnete und sah ihn lange an.

Er deutete auf sein Geld und meinte er würde sie reichlich belohnen, wenn sie ihm etwas zu essen und zu trinken gäbe. Er bemerkte den Topf am Feuer in dem irgendetwas kochte.

Die Alte meinte nur: „Behalte deine Reichtümer. Die machen leer und hohl und außerdem was mache ich mit deinem Geld, hier gibt es nichts zu kaufen, dass nicht aus Gold ist und was mache ich mit dem vielen Gold. Hier bei mir zählt die Nächstenliebe!“

Verwirrt steckte der König sein Geld weg. Er setzte sich mit der Alten und der Prinzessin auf ein paar klapprige Sessel vor die Hütte und sie aßen gemeinsam zu Abend. Es schmeckte hervorragend und der König fragte verwirrt, warum das Essen hier nicht Gold sei und genießbar.

„Weißt du, man muss das Essen mit dem Herzen pflegen oder suchen und pflücken und lange kochen oder braten, bis das Gold weich wird.“

Nach dem Essen blieben sie noch eine Weile sitzen und genossen den Sonnenuntergang, der die Landschaft in gleisendes, glutrotes Licht tauchte.

Zum ersten Mal erkannte er die Schönheit in dieser Szene.

Er schlief erstaunlich gut in dem Bett im hinteren Zimmer und in der Früh weckte ihn der Gesang der Vögel und so stand er auf.

Hinterm Haus war ein Gemüsegarten und ein paar Hühner und Enten liefen umher. Zwischen den Hühnern und Enten tummelten sich je eine Schar Küken. Dazwischen stolzierte ein großer Hahn herum. Und der Ganter ein besonders buntschilerndes Exemplar, war sehr stimmgewaltig.

Eine Weile beobachtete der König das Geschehen, als ihm die Alte eine Harke in die Hand drückte und meinte: „Als Gegenleistung für deinen Aufenthalt, kannst du den Gemüsegarten und die Tiere hüten!“

Der König war natürlich empört, noch niemals in seinem Leben hatte er arbeiten müssen. Doch was blieb ihm über, sonst gab es keine Essen. Also begann er mit der Arbeit. Die Sonne brannte auf seinen Kopf, bald hatte er Blasen an den Händen von der Harke und die Schuhe voller Tierkot.

Am liebsten wär er auf und davon. Doch da ihm die Prinzessin ein wenig zur Hand ging und zu Mittag Wasser und Brot brachte hielt er durch. „Warum bleibst du freiwillig bei der Alten?“ fragte er die Prinzessin verwundert. „Es befreit ungemein, den Ertrag aus der Arbeit zu sehen! Und die Arbeit macht Sinn!“

Tatsächlich fühlte sich der König am Abend sehr eigenartig. Als er ein paar Gurken und Kräuter brockte und für den Salat brachte, schmeckte das Essen gleich doppelt so gut als sonst. Die Eier selbst gesammelt hatten bessere Dotter. Und am Abend belohnte ihn der Sonnenuntergang für den Tag.

Durch die körperliche Arbeit schlief er auch hervorragend und erwachte gestärkt am nächsten Morgen.

Mit der Zeit wurde er immer zufriedener durch die Arbeit und er freute sich jeden Abend auf dieses herrlich bunte Schauspiel.

Den Hühnern und Enten gab er Namen und kümmerte sich liebevoll. Die glänzenden Gewänder waren bald alle abgewetzt, doch viel gemütlicher und hätten ihn seine Leute zu sehen bekommen, nie hätten sie gedacht, dass es sich um den König handelt. Doch eine Zufriedenheit hatte von ihm Besitz ergriffen, die kein Schatz der Welt ihm hatte je geben können.

Eines Abends – die Sonne warf gerade besonders schöne Strahlen über die Lichtung und durch die Luftspiegelungen schien es, als tanzten lauter Feen durchs Gras – meinte die Alte, dass es nun Zeit wäre zurückzukehren.

Erschrocken sprang der König auf und seine alte Arroganz kam zurück und er herrschte die Alte an, sie könne ihm gar nichts befehlen. „Wohin zurückkehren? Und wer kümmert sich um die Tiere und das Gemüse! Ich bleibe! Du befindest dich auf meinem Grund und Boden! Alles hier gehört mir!“

Milde lächelnd zuckte sie nur mit den Schultern. „Das geht nicht! Du musst zurück in dein Leben! Du hast noch viele Aufgaben zu erledigen!“

Als sich der König setzte merkte er wie sein Stuhl plötzlich aus Gold war. Er legte sich wütend in sein Bett und dachte lange nach über seinen Aufenthalt und dieses Gefühl des Angekommen-Seins nach.

…..

Er schlug die Augen auf und fand sich in seinem Schloss wieder. Er musste die Augen schließen weil ihn die glänzenden und schillernden Farben weh taten.

Der Arzt und rief schnell die Regierungsleute herbei, weil der König wieder unter den Lebenden war.

„Wo bin ich?“ fragte er verwundert. „Bleiben Sie ruhig liegen, werter König. Sie haben eine Kugel ins Herz bekommen und wir haben sie entfernt, es sah eine Weile so aus, als hätten wir Sie verloren!“

„Wieso ich war doch bei der Alten und der Prinzessin in ihrer Hütte auf der Lichtung?“ Alle sahen sich verständnislos an und kamen zu der Erkenntnis, dass der König wohl geträumt hätte.

Die Kunde über das Erwachen ging bald über den gesamten Planeten und keiner wollte sich so richtig freuen. Niemand wünschte dem König Böses, aber es war mühsam mit diesem arroganten Schnösel.

Auch die Genesung wollte nicht so richtig voranschreiten. Der König wirkte übellaunig und seltsam fremd. Nichts konnte ihn aufheitern, keine Goldstücke und auch die neuesten Geräte und Dinge konnten daran was ändern.

Die Prinzessin war gerade auf dem Planeten gelandet und ging zum Schloss und wollte sich dem König vorstellen. Sie betrat den Raum und der Arzt wollte sie schon wegschicken. Doch der König sah sie und rief sie zu sich. „Wo warst du? Wo ist dieAlte?“ Verwirrt sah ihn die Prinzessin an und meinte „Entschuldigung, aber wir haben uns noch nie gesehen!“

Der Arzt nahm sie beiseite und erzählte ihr von dem seltsamen Traum, den der König gehabt hatte, in dem er offensichtlich etwas besonderes erlebt hatte und er hieß sie mitzuspielen.

Die Prinzessin drehte sich zu dem König und fragte nach den Einzelheiten des Traumes, nach der Alten und nach der Hütte im Wald. Erfreut endlich darüber reden zu können erzählte der König von seinem Aufenthalt in der Hütte im Wald. Von dem Gemüsegarten, den Hühnern und Enten und vor allem von den Sonnenuntergängen. Die Prinzessin nickte hin und wieder und fragte noch ein paar Fragen. Die Werte des Königs stiegen sofort beträchtlich.

Da hatte die Prinzessin eine Idee. Sie fragte den König, ob sie ein paar Veränderungen vornehmen dürfe und dieser ließ sie gewähren.

Die Prinzessin ließ im Garten, der prächtig und mit den tollsten Gegenständen verziert war einen Gemüsegarten anlegen. Ein paar Hühner wurden gebracht und Enten und da es ja der Königsgarten war bekamen diese einen vergoldeten Stall.

Und ebenso ließ sie ein Zimmer herrichten dessen Fenster nach Westen ausgerichtet waren.

Als der König das Gackern der Hühner hörte und das Quaken der Enten richtete er sich auf und ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Und als ihn der Arzt in das vorbereitete Zimmer brachte und am Abend vor den Fenstern der Sonnenuntergang zu sehen war, schien der König endgültig geheilt.

Von da an bemühte er sich wieder zu Kräften zu kommen und die Prinzessin, die den Garten einstweilen pflegte, erzählte ihm jeden Abend was sie getan hatte und wie es den Hühnern und Enten ging und nach dem Abendmahl beobachteten sie gemeinsam den Sonnenuntergang.

„Sag mir, war das alles wirklich nur ein Traum?“ fragte er die Prinzessin. „Wer weiß!“ antwortete die Prinzessin. „Auf meinen Reisen habe ich schon so Einiges in dieser Hütte im Wald erlebt! Ich glaube das ist auch nicht wichtig! Wichtig ist es, das eigene kleine Glück zu finden!

Der König hörte bedächtig zu und als er wieder bei Kräften war kümmerte er sich selbst um seinen Gemüsegarten und seine Tiere, die immer mehr wurden – überhaupt veränderte er das Schloss und die Länderein drumherum. All die goldenen Skulpturen wurde ausgetauscht gegen gemütliche Dinge und er erließ ein Gesetz, dass jede und jeder in seinem Reich zumindest einen Gemüsegarten besitzen sollte. Damit seine UntertanInnen genug zu essen hatten und Land um das sie sich selbst kümmern durften.

hier das 10. Wort des Projekt .txt - Glück

Dienstag, 7. Juli 2015

Sternen-Klar

Die Prinzessin fand wieder einen Planeten, auf dem sie ein paar Abenteuer erleben konnte.

Bei diesem Planeten, so ging die Kunde, waren die Sterne erloschen – untertags leuchtete ganz normal die Sonne vom Himmel, aber kaum wurde es Nacht – blieb der Himmel schwarz, einzig der Mond strahlte.

Das war nicht immer so gewesen, früher war der Himmel voller glitzernder Sterne gewesen, also beschloss der König etwas dagegen zu tun. Er ließ alle weisen Männer des Planeten holen und beauftragte sie mit der Lösung des Problems – doch egal was diese auch probierten, der Himmel blieb schwarz.

Da ging der König sogar soweit, dass er seine Tochter demjenigen versprach, der die Sterne wieder zum Leuchten brächte. Doch egal, welcher junge Mann es versuchte, niemand schaffte das scheinbar Unmögliche. Eine vorwitzige junge Dame ließ daraufhin nachfragen, ob das umgekehrt für den Königssohn auch galt. Da der König schon so verzweifelt war, gab er sein Einverständnis auch für die Damen des Landes.

Die Prinzessin durchwanderte den Planeten und in den Nächten war es wirklich unheimlich. Doch bald schon erreichte sie wieder die Hütte im Wald, doch wie verwundert war sie, als ihr hier eine junge Frau aufmachte. Auch die lud sie ein für eine Weile bei ihr zu bleiben.

Die junge Frau lebte allein, lang hatte sie mit ihrer Mutter hier gelebt. Doch die war im letzten Winter gestorben. Viel hatte sie nicht, doch es reichte. Die Mutter war lange Zeit Köchin am Hof des Königs und der Königin gewesen und die junge Frau war mit den Königskindern aufgewachsen, doch mit der Zeit wurde es hip neue Speisen zu kochen, also wurde die Köchin ausgetauscht und die beiden Frauen lebten fortan in der Hütte im Wald.

Die Prinzessin sah den Wehmut in den Augen der jungen Frau, wenn sie von der Zeit am Hof sprach – sie persönlich vermutete ja, dass es am Königssohn lag, aber sie sagte nichts. Allein die leuchtenden Augen als Reaktion auf die Kunde, dass diejenige den Königssohn zum Mann bekäme, die die Sterne wieder leuchten ließe.

Sie saß eine Weile stumm da und machte ein nachdenkliches Gesicht. Doch dann stand sie auf um wie jeden Abend die Hütte zu fegen und genau da passierte es, der Besen, der so lang gedient hatte, brach entzwei. So war es beschlossene Sache, die beiden, würden am nächsten Tag losziehen.

Sie legten sich schlafen und am nächsten Tag in der Früh zogen sie los.

Zeitig in der Früh packten sie ein paar Sachen zusammen und etwas zu Essen. Sie gingen eine Weile schweigend, jede in ihre Gedanken vertieft. Zu Mittag kamen sie in einen Wald. Da es recht heiß war, setzten sie sich unter einen Baum bei einer Quelle und machten Rast.

Plötzlich stand ein Gnom vor ihnen, der war sehr unfreundlich, er schimpfte und strampfte und die Prinzessin, die ja schon mit den Gewissen, vom Planeten des Prinzen Aal Glatt Erfahrungen hatte, begann gleich ihn zu beruhigen.

Der Gnom blinzelte ein paar Mal und hatte sich soweit beruhigt, dass er erzählte, was ihn so ärgerte: „Im Finstern ist ein Mensch auf mein Haus gestiegen und hat es platt gemacht und nun muss ich versuchen es Stein für Stein wieder aufzubauen und lediglich ein Stein fehlt noch, dann wär es wieder ganz, aber für mich allein ist das recht beschwerlich und sämtlich Menschen, die vorbeiziehen, sind überhaupt nicht hilfsbereit, die sind alle lediglich mit dem Suchen der Sterne beschäftigt!“

Auch die junge Frau wollte schon aufstehn und weiterziehn, aber die Prinzessin, die ja schon Einiges erlebt hatte auf ihren Reisen, hielt sie zurück. „Eben deshalb sind wir hier, damit niemand mehr im Finstern schlecht sieht, wollen wir die Sterne suchen. Weißt du vielleicht wohin sie verschwunden sind?“

„Nein ich weiß es nicht, aber wenn ihr mir helft, mein Haus fertigzustellen, dann zeig ich euch den Weg zu den Delphinen, die kommen bis an den Rand des Horizonts, die wissen es vielleicht!“

Die junge Frau wollte nicht so recht helfen, der Gnom war nicht wirklich sympathisch. Doch die Prinzessin überredete sie und so machten sie sich auf die Suche. Der Steine-Berg war wirklich hoch und es dauerte ewig auch nur einen zu bewegen. Am Abend waren sie sehr erschöpft, doch sie kehrten mit leeren Händen zu dem Gnom zurück.

Durch die Arbeit hatte sich die Kette, die die junge Frau um den Hals trug, gelockert, und der Stein, der daran gehangen hatte rutschte hinunter, genau dem Gnom vor die Füße. „Der Stein ist von meiner Mutter, eine Erinnerung an sie!“ meinte die junge Frau. „Suchst du das Glück, lass was scheinbar festhält, zurück!“ sagte der Gnom.

Er nahm den Stein und setzte ihn in das Loch. Da brach ein Brausen los und das Haus stand ganz wieder da.

Was freute sich da der Gnom und tanzte vergnügt auf einem Bein, fröhlich zeigte er ihnen den Weg zu den Delphinen, die vielleicht wüssten wo die Sterne geblieben sind.

Sie legten sich schlafen und am nächsten Tag in der Früh zogen sie los.

Bald schon kamen sie zum Meer. Doch wo früher tosend die Wellen brachen schien das Wasser weniger zu werden. Da tauchten tatsächlich ein paar Delphine auf. „Der Gnom im Wald schickt uns!“ erzählten sie. „Wir suchen die Sterne am Himmel! Wisst ihr vielleicht wohin sie verschwunden sind?“

„Wir wissen es leider auch nicht!“ meinten die Delphin, „aber wenn ihr uns helft, dass die Flut wieder kommt und das Wasser wieder mehr wird, dann zeigen wir euch den Weg auf den Acht-Zacken-Berg, wo der weise Adler haust. Der kommt hoch in die Lüfte zu den Wolken und der weiß evtl. wo die Sterne geblieben sind!“

Also hatten sie richtig bemerkt, dass das Meer immer weniger wurde. „Wir brauchen den einen Tropfen, der das Meer vor dem Austrocknen bewahrt!“

Die Prinzessin und die junge Frau überlegten verzweifelt, wo sie denn diesen einen Tropfen finden sollten. Es wurde Abend und sie hatten nichts gefunden. Sie setzten sich ans Ufer.

Da wurde die junge Frau richtig verzweifelt, sie hatte den Stein ihrer Mutter für diesen komischen Gnom geopfert um den Weg weiter zu erfahren und jetzt war hier Endstation. Und ohne dass sie es bemerkte lief ihr eine Träne über die Wange.

Die Prinzessin sah es und plötzlich hatte sie die Idee. Vorsichtig nahm sie den Tropfen auf ihre Fingerspitze und setzte in zurück ins Meer. Da brach ein Brausen los und wo vorher noch wenig Wasser war rauschten plötzlich wieder die Wellen.

Schon waren die Delphine da und bedankten sich für die Hilfe! Und mit den Worten „Nur durch Zuversicht kommt ein Strahlen in dein Gesicht!“ wiesen sie ihnen den Weg auf den Acht-Zinken-Berg hinauf zu dem Adler-Horst.

Sie legten sich schlafen und am nächsten Tag in der Früh zogen sie los.

Stetig kletterten sie auf den Berg hinauf. Die Mittagssonne stach und der Blick hinunter ins Tal war schwindelerregend. Kein Lüftchen war zu spüren. Doch bald sahen sie den Horst. Von weitem sahen sie schon den Adler mit seinen großen Flügeln schweben. Er zog seine Kreise und kam zurück zu seinem Nest.

„Was macht ihr auf meinem Berg?“ fragte er die beiden verwundert. „Selten verirrt sich jemand in diese Höhen!“

„Die Delphine schicken uns! Wir versuchen die Sterne zu finden. Und da du ja hoch hinauf in die Lüfte kommst, weißt du evtl. wo sie sind!“

„Nein leider!“ meinte auch der Adler. „Auch ich weiß nichts von deren Verbleib! Auch mich stört die dunkle Nacht! Aber wenn ihr mir helft den Wind wieder zu wecken, der sich immer mehr zurückgezogen hat in den Himmel, dann zeige ich euch den Weg ins Feuerland, am Ende der Welt, zu dem Drachen der dort lebt, der weiß evtl. wo die Sterne geblieben sind!“

Die beiden Frauen kletterten wieder hinunter ins Tal und überlegten wie sie den Wind wieder wecken könnten. Doch ihnen wollte keine Lösung einfallen. Sämtliche Insekten und Vögel die sie um Rat fragten, wussten ebenfalls keine Antwort.

Es wurde Abend und wieder verließ die beiden der Mut. Unüberwindbar schien die Aufgabe. „Zeig mir deinen Lieblingstanz!“ meinte die Prinzessin um die junge Frau aufzuheitern. „Jetzt?“ fragte die junge Frau. „Ja, bring ihn mir bitte bei!“ So zeigte die junge Frau ihr die Schritte und bald drehten sich die beiden perfekt im Kreis und klatschten und sangen dazu und die Gewänder bauschten sich bei ihrem Tun und sie vergaßen Zeit und Raum und tanzten und tanzten.

Da plötzlich brach ein Brausen los und der Wind hob sich und tanzte mit den beiden mit. Da landete der Adler und der Wind strich durch sein Federkleid. Der Adler bedankte sich für die Hilfe, meinte „Fuß vor Fuß, Hand an Hand – so wehen wir durchs Land!“ und zeigte ihnen den Weg zu dem Drachen in Feuerland.

Sie legten sich schlafen und am nächsten Tag in der Früh zogen sie los.

Der Weg führte sie in immer unwegsameres Gelände. Es wurde immer heißer und kahler. Und da sahen sie schon die Höhle des Drachens.

Laut riefen sie nach dem Drachen. „Drache, wo bist du? Wir brauchen deinen Rat, weißt du vielleicht, wo die Sterne geblieben sind?“ „Nein leider!“ meinte auch der Drachen. „Außerdem bin ich damit beschäftigt, das Feuer, das im inneren der Erde langsam aber sicher verlischt, am Brennen zu halten!“

Die beiden Frauen sahen sich ratlos an. So weit waren sie gekommen, so viele Mühen hatten sie auf sich genommen und jetzt sah es wieder so aus, als wäre der Weg zu Ende.

Die junge Frau und die Prinzessin, drehten sich enttäuscht um, um den Heimweg anzutreten und die junge Frau strich dabei mit der Hand versehentlich über die Schuppen des Drachens, da schnitt sie sich an der harten Kante einer Schuppe in den Finger und das Blut tropfte auf den Boden, das Blut, dass voll war von der Sehnsucht nach dem Königssohn.

Da hob ein Brausen an und aus dem Vulkan am Ende der Schlucht schoss das Feuer heraus. Der Drachen meinte nur „Feuer lodert im Herzen, wenn etwas lustig ist, dann musst du scherzen!“

Er bot den beiden an sie zumindest zurück zu ihrer Hütte im Wald zu bringen. Müde kletterten die beiden Frauen auf seinen Rücken und er flog mit ihnen los geradewegs in die Abenddämmerung hinein. Die Reise war so lang, dass die beiden vor Erschöpfung auf dem Rücken des Drachen einschliefen.

Die junge Frau träumte von dem Gnom, der mit den Delphinen im Meer tanzte und vom Adler der mit dem Drachen flog und der Wind spielte mit dem Feuer. Hell leuchtete die Sonne und der Mond ließ sein Licht milchig scheinen.

Da verlor die junge Frau im Schlaf das Gleichgewicht und fiel vom Rücken des Drachens – sie fiel und fiel – direkt in den Schlosshof, direkt dem Königssohn, der gerade im Finstern seinen Weg suchte, vor die Füße.

Dieser stolperte, ein Stein löste sich beim Fallen aus seiner Krone, er zwinkerte die Träne weg, die ihm der Wind in die Augen getrieben hatte und er rollte wie im Tanz über ihren Körper und lag gleichdarauf neben ihr. Dabei schnitt er sich beim Abstützen leicht in den Finger.

Die beiden sahen sich an und mussten herzhaft lachen. So wie früher. Der Königssohn rappelte sich auf und half der jungen Frau auch auf die Füße, und da berührten sich die Finger mit den jeweiligen Schnittwunden, tja und weil sie sich so lang nicht gesehn hatten und sich beide vermisst hatten, fielen sie sich um den Hals und sanft fanden die Lippen zueinander.

Ja und da plötzlich leuchtete ein Stern nach dem andern am Himmelszelt auf. Bis alle wieder glitzerten und blinkten im dunklen Nachhimmel.

Der Drachen war inzwischen gelandet und die Prinzessin war rasch ins Schloß gelaufen! Immer mehr Menschen fanden sich im Schloßhof ein, um die wieder leuchtenden Sterne zu bewundern.

Auch der König und seine Königin waren inzwischen eingetroffen und als sie die beiden innig küssend vorfanden, ja da war alles klar. Der König war zwar mit der bürgerlichen Köchinnen-Tochter nicht ganz einverstanden, aber versprochen war versprochen.

Also wurde das Versprechen eingelöst und die beiden feierten Hochzeit und seither war der Himmel nie mehr nackt und leer sondern voller fröhlich funkelnder Sterne.

Für die Prinzessin ging es weiter, in ein neues Abenteuer hinein.

und es gibt das neunte Wort beim Projekt .txt

Montag, 15. Juni 2015

Wunsch-los

Nach einer Weile war es wieder mal soweit einen neuen Planeten zu besuchen, beschloss die Prinzessin und suchte sich einen schönen bunten aus. Doch sie erlebte die Geschichte nur am Rande, am Waldrande in der Hütte mit.

Der König dieses Planeten hatte zwei Söhne. Der erste Sohn war aus der Ehe mit der Königin und somit fühlte der sich schon von klein auf als rechtmäßiger Erbe und war in allem besser und überlegener als sein jüngerer Bruder.

Die Königin war gestorben und der König litt unter dem Verlust. In der ersten Zeit nach dem Tod, machte er oft lange Spaziergänge durch seinen Wald und dabei hat er die Zeit vergessen. Einmal landete er bei einem Häuschen, in dem eine schöne Frau wohnte. Sie erkannte den König wohl, doch da er sich nicht äußerte und sich ganz normal benahm, dachte sie, dass er nicht erkannt werden wollte und so ließ sie sich nichts anmerken.

Der König fühlte sich wohl bei der Frau und vergaß dort seinen Kummer und bald war er, so oft es seine Verpflichtungen zuließen, im Wald in der Hütte. Sie wurden vertrauter und kamen sich näher und so führte eins zum andern und die Frau war schwanger und gebar ebenfalls einen Sohn.

Der König war ein ehrlicher Mann und nahm beide bei sich im Schloss auf. Doch die Frau hielt die Gehässigkeiten am Hof nicht aus. Ihrem Sohn wollte sie aber die Erziehung eines Prinzen zukommen lassen und so ließ sie ihn im Gewahrsam seines Vaters und sie selbst kehrte wieder in ihre Hütte im Wald zurück.

Der König ließ sie schweren Herzens ziehn. Hatte er sie doch sehr lieb gewonnen. Einzig der Gedanke sie wieder besuchen zu können, tröstete ihn. Doch als er wieder den Weg zu der Hütte einschlug, war er sehr verwundert. Die Lichtung und die Hütte waren verschwunden.

So blieb ihm nur sein Sohn, den er, da er seiner Mutter sehr ähnlich sah, sehr liebte. Dies blieb auch dem ersten Sohn nicht verborgen und so begann er recht bald aus Eifersucht, den kleineren Bruder zu ärgern und zu verachten und ließ ihn büßen für die fehlende Liebe seines Vater.

So wuchsen die beiden zu stattlichen jungen Männern heran. Doch der erste entwickelte seine Fähigkeiten im Kampf – oft auch mit unfairen Mitteln, wie es so seine Art war. Doch allein der Sieg zählte für ihn, nicht der Weg dorthin.

Der zweite aber war eher ein Träumer. Er las lieber von den Abenteuern, als dass er sie selber erlebte.

Der König wurde alt und mit großer Sorge sah er die Entwicklung seiner beiden Söhne. Es galt einen Nachfolger zu finden und er wusste nicht wen er von beiden nehmen sollte.

Er erkannte die Eifersucht im Herzen des einen und die Sehnsucht im Herzen des andern. Immer wieder verschob er es, die beiden zu prüfen, wer den nun der bessere Nachfolger sei und so zogen die Jahre ins Land und er starb und kein Nachfolger war genannt.

Der größere Bruder ließ den Hofstaat zusammentreten und meinte nur, er wäre jetzt neuer König und sein Bruder sei aus dem Schloss zu werfen und im tiefen Wald auszusetzen, denn dieser würde weder zurückfinden noch überleben.

Gesagt getan, der jüngere Bruder wurde in einer Nacht und Nebelaktion in den Wald gezerrt und dort zurückgelassen.

Da irrte er herum und suchte verzweifelt einen Weg. Nachdem er nie gelernt hatte mit Pfeil und Bogen umzugehen bzw. ein Tier zu erlegen um zu überleben. Blieb ihm nichts zu Essen über.

Irgendwann kam er zu einer Lichtung und auf der Lichtung stand eine Hütte. Er klopfte und eine alte Frau öffnete. Eine junge schöne Frau war ebenfalls dort und half ihr bei den Aufgaben. Sie gab ihm zu Essen und bot ihm ein Lager für die Nacht. Er nahm beides dankend an. Er erzählte seine Geschichte und seine Verzweiflung, weil er nicht wusste, was er weiter tun sollte.

Am nächsten Morgen wollte er weiterziehen, die Alte erzählte ihm von der Frau die tief drinnen im Wald wohnte und die allein war und sicher über ein paar hilfreiche Hände froh war.

Die Prinzessin begleitete ihn zu der Hütte, eine schöne Frau mittleren Alters öffnete. Er bot ihr an bei ihr zu bleiben und ihr im Haushalt zu helfen. Der Frau war, als hüpfte ihr Herz in der Brust, doch das geschah so schnell, dass sie es nicht so ganz mitbekam und nicht weiter beachtete. Sie war froh die ganze Arbeit nicht mehr allein erledigen zu müssen und so ließ sie den jungen Mann bei sich wohnen. Sie flocht Körbe und verkaufte diese am Markt.

So lebten sie genügsam und froh miteinander. Öfters trafen sich die Prinzessin und der Bursche im Wald und sie plauderten miteinander, sie tauschten die neuesten Nachrichten aus.

Der ältere Bruder hingegen regierte einstweilen das Land. Froh waren die Menschen nicht, doch es gab genug zu essen und so beschwerten sie sich nicht. Allein der König wusste, dass er den Großteil in seine eigene Taschen wirtschaftete. Aber was seine UntertanInnen nicht wussten, brauchte er ja nicht extra zu sagen.

Er nahm eine Frau aus wohlhabendem Hause, die zu ihm passte.

Der jüngere Bruder war mal wieder mit der Prinzessin im Wald, Beeren pflücken, als er plötzlich einen Fuchs fand, der sich in einer Falle verfangen hatte. Er überlegte, wie er diesen befreien konnte, ohne selbst gebissen zu werden. Doch zu seiner Verwunderung sprach der Fuchs – „Hilf mir, mich zu befreien und du wirst es nicht reuen!“

Er half dem Fuchs aus der Falle und nahm ihn mit nach Hause und pflegte ihn. Der Fuchs meinte zum Abschied nun hätte der Bursche hätte einen Wunsch frei.

Der Bursche überlegte wohl und meinte nur „Ich will gutes Leben für mich und die, die mich lieben – auch meine Mutter, sollte sie noch leben!“

„So soll es sein, wenn die Zeit reif ist!“

Zuerst merkte er gar nichts von der Veränderung und er dachte nur, der Fuchs hätte ihn einfach ein bisschen zum Narren halten wollen. Doch irgendwann merkte er, dass er mehr Beeren fand und wenn die Frau vom Markt kam, hatte sie alle ihre gefertigten Körbe verkauft und mehr Geld als zuvor.

Wieder war der Bursche im Wald unterwegs und da sah er einen Vogel am Waldboden liegen. Offensichtlich angeschossen von den Jägern des Königs. Er hob ihn so behutsam es ging auf und der Vogel zwitscherte „lass mich fliegen und du sollst, was du dir wünscht kriegen“

Er konnte den Flügel nicht bewegen. Also nahm er auch dieses Tier mit nach Hause und als der Flügel wieder heil war, ließ er den Vogel fliegen. Dieser flog auf den nächsten Ast und meinte ebenfalls – er hätte einen Wunsch frei.

Der Bursche überlegte wieder sehr genau „Dass das Glück und die Liebe immer bei mir bleiben!“

Lange merkte er nichts von der Veränderung und hätte bald schon auf den Vogel vergessen. Als er einmal mit der Prinzessin zum Markt ging um die Körbe zu verkaufen, war da eine junge hübsche Frau, die ihm einen Korb abkaufte. Sie sahen sich in die Augen und wussten beide, dass sie nicht mehr ohne einander sein wollten. Von da an trafen sie sich regelmäßig zuerst heimlich weil der junge Bursche ja mittellos war, doch sie genossen die Zeit zusammen.

Als er vom Dorf zurück in die Hütte im Wald zu der Frau ging sah er am Weg eine Katze, die gerade warf. Drei kleine Kätzchen waren schon heraus, doch das vierte steckte fest. Ohne weiter nachzudenken half der Bursche und als alle auf der Welt waren, wollte er schon weiterziehn.

Da meinte die Katze – „meine Geburt ist wohlgeraten, drum darfst du dir jetzt was erwarten!“

Der Bursche überlegte lange hin und her – wähnte er sich mit dem guten, glücklichen Leben voller Liebe am Ziel seiner Wünsche.

Da meinte die Katze, ob er denn nicht vielleicht ein schönes Haus haben wolle. „Ach“ meinte der Bursche „das wäre doch fein, dann könnt ich meine Liebste heiraten und einen Platz für die Frau wär sicher auch zu finden“

Auch hier war zuerst alles wie immer und er wollte die Begegnung schon als Hirngespinst abtun – doch beim nächsten Besuch im Dorf erfuhr er, dass einer der Kunden gestorben war und ihm sein Haus hinterlassen hätte.

Da konnte er endlich seine Liebste heiraten und die Frau holte er mit in die Stadt. Da lebten sie fortan zufrieden, glücklich und verliebt und sorglos.

Die Kunde von den drein und der Geschichte mit den Tieren des Waldes und den erfüllten Wünschen machte die Runde und irgendwann erfuhr auch der König davon.

Neidisch wie er war, wollte er – ohne zu wissen, dass es sich um seinen Bruder handelte – ebenfalls seine Wünsche erfüllt bekommen. Er wollte noch mehr Reichtum und Kriegskunst.

Also strich er durch den Wald und bald fand er eine Hirschkuh die sich mit dem Geweih im Geäst verfangen hatte. Der Jagdtrieb ging mit ihm mit und er schoss ohne groß nachzudenken auf das Tier. Dieses sank zusammen. Die Prinzessin, die nicht weit davon die Szene beobachtet hatte, schrie entsetzt auf. Da fiel dem König ein, dass er das Tier ja hätte retten sollen, also lief er schnell hin und entfernte den Pfeil. Mit letzter Kraft sah das Tier auf. „Ich habe dich von dem Pfeil befreit, was ist jetzt mit meinem Wunsch?“

Die Hirschkuh schloss die Augen aber in diesem Augenblick betrat der Hirsch die Lichtung und sah, was passiert war. Er meinte nur „du darfst wohl Wünschen, doch überlege gut, ob du es willst! Drei an der Zahl sollen es sein!“

Der König antwortete „Willst du dem König vorschreiben, was er zu wünschen hat!“ „Nein, so geh nach Hause und überlege wohl!“

Der König ritt zurück, voller Ideen – vor seinem geistigen Auge sah er schon sämtliche Reichtümer …. Doch er wollte das mit seiner Gemahlin besprechen.

Er kam im Schloss an, doch weil es bereits finster war und der Hofstaat nicht mit ihm gerechnet hatte, war kein Licht angezündet.

Da schrie er unvermittelt und ohne nachzudenken „Wo sind die Diener – ich wünsche sofort mehr Licht zu meiner Ankunft!“

Sofort erstrahlte das Schloss in ganzer Pracht. Erschrocken fiel ihm ein, dass er bereits einen Wunsch so unbedacht ausgesprochen hatte.

Rasch ging er zur Königin und erzählte ihr alles. Diese schimpfte mit ihm, weil er sich statt Reichtümer so etwas Blödes gewunschen hatte.
Er wurde ärgerlich, wie immer wenn er zurechtgewiesen wurde und fuhr sie an „Keinen Ton mag ich mehr von dir hören!“ und die Königin bewegte zwar die Lippen, aber kein Ton kam mehr hervor. So sehr sie auch schrie – Stille.

Jetzt war der König wirklich verärgert. Was machte er jetzt mit seinem letzten Wunsch – und voller Ärger rief er „Da möchte man ja aus der Haut fahren, mit diesen Wünschen!“

Naja und weg war er. Die Königin, die zwar wusste was passiert war, konnte nichts mehr sagen. So sehr sie auch rief und schrie, nichts kam, kein Ton war zu hören.

Schnell verbreitete sich die Nachricht, von dem verschwundenen König und der stummen Königin im ganzen Land. Auch der zweite Königssohn hörte davon. Genauso wie das Gerücht, dass sie eben nach ihm, dem Zweitgeborenen suchen würden. Er überlegte lange was er tun sollte.

Am nächsten Tag kam er auf dem Weg durch den Wald zur Hütte der Alten mit der Prinzessin. Die Alte nickte ihm nur von weitem zu und meinte „Was hat der Mensch zu fürchten, den sein Schicksal will?“

Da drehte sich der Bursche um, ging schnurstracks nach Hause und erzählte seiner Gemahlin und der Frau, seine Geschichte. Die Frau wurde abwechselnd rot und blass und wieder hüpfte das Herz in ihrer Brust, war er doch ihr eigen Fleisch und Blut. Sie stand auf und fiel dem Königssohn um den Hals. „So lang schon hab ich dich vermisst!“

Zu dritt zogen sie zum Schloss und der jüngere Königssohn nahm sein Schicksal an. Die stumme Ex-Königin durfte bleiben, konnte sie kein großes Unheil anrichten.

Der neue König war sehr beliebt bei den UntertanInnen und da er sich ja ein gutes Leben für sich und alle, die ihn lieben gewunschen hatte, erfüllte sich für das ganze Reich dieser Wunsch.

„Drum“ sagte die Alte in ihrer Hütte zu der Prinzessin „gib immer acht auf deine Wünsche, denn sie könnten dir erfüllt werden!“

hier mein Beitrag zum *txt achten Wort

Dienstag, 19. Mai 2015

Stein-Reich

Prolog:

Es war eine Lichtung in einem Wald, da stand ein Haus und in dem Haus wohnte eine alte Frau. Jeden Tag ging sie Wasser holen zu der Quelle tief im Wald.
Einmal sah sie da einen Stein liegen, er glitzerte selbst im Dunkel des Waldes. Sie hob ihn auf und steckte ihn in die Tasche. Lange, lange Zeit war er in dieser Tasche.

1. Teil

Der König auf diesem Planeten hatte einen Sohn und eine Tochter. Da er selbst ein sehr hartherziger Mensch war, hatte er seine Kinder auch sehr hart erzogen. Einzig Geld zählte und Reichtum.

Wie es an der Zeit war abzutreten, war es ihm eine Freude, dem Sohn alles zu überlassen und die Tochter in die Welt zu schicken ohne irgendetwas.

Da das Herz der beiden auch sehr hart war, fiel dem einen nicht ein die Schwester bei sich aufzunehmen. Und diese verschloss ihr Herz noch mehr und machte sich, voll von Rachegedanken, auf den Weg hinaus in diese Welt.

Auf eben diesem Weg, traf sie die Alte und sie fragte, ob sie nicht etwas zu essen hätte. Die Alte hatte nicht viel, aber das teilte sie immer wieder gerne. Also bot sie ihr ein Stück Brot, das sie ebenfalls in ihrer Tasche trug. Die Frau nahm und aß gierig, doch ihr Blick blieb an dem Stein heften. Der Gedanke daran ließ sie nicht mehr los. Sie folgte der Alten und als sie sah, dass sie allein lebte fasste sie den Entschluss diesen Stein an sich zu nehmen.

Am nächsten Tag kreuzte sie wie zufällig wieder den Weg der Alten und statt sie um Essen zu fragen, drohte sie ihr und verlangte den Stein aus ihrer Tasche.
Die Alte griff in die Tasche, nahm ohne zu zögern den Stein heraus und gab ihn der jungen Frau.

Schnell schlug diese sich durchs Dickicht davon. Endlich war sie reich …..

Sie ging einige Tage durch den Wald nicht sicher, ob sie am richtigen Weg war. Ihr Denken kreiste nur darum, was sie alles von diesem Stein kaufen konnte. Die Rache, war ihre. Jetzt war sie reicher als ihr Bruder und sie würde sich den Thron zurückholen.

Immer dichter wurde der Wald statt heller und der Stein wog schwer in ihrer Tasche, doch das Gewicht machte ihr nichts.

Da kam sie zu einer Siedlung. Buntes Treiben war am Marktplatz zu erkennen, fröhliche Menschen die sich unterhielten. Offensichtlich war ein Fest im Gange. Sie näherte sich und fragte nach Essen und einem Platz zum Schlafen. Doch als sie ihre Tasche öffnete leuchtete der Stein hell und glänzend also schloss sie sie sofort wieder. Doch zu spät einige gierige Blicke hatten sich verfangen und verfolgten ihr.

Viel zu unsicher war es hier, um auch nur ein Auge zu zumachen. Auch wusste sie nicht, ob sie nicht verfolgt werden würde auf ihrem weiteren Weg. Angst machte sich breit in ihrem Inneren und schloss sich tief um ihr Herz und machte es noch härter.

Sie hastete weiter und weiter – irgendwie wie im Kreis, verschiedene Siedlungen lagen auf ihrem Weg, doch sie machte nirgends mehr Halt. Essen stahl sie sich im Dunkeln, manches Tier auf der Weide war dabei. Sie schlief auf dem harten Boden. Hin und wieder ging sie verhüllt doch auf nen Marktplatz und hörte sich um. Überall hörte sie die Geschichte von der seltsamen Frau mit dem Schatz und dass sie sie suchten, um den Stein an sich zu nehmen.

Immer tiefer zog sie sich zurück und blieb für sich. Langsam war der Gedanke an den Stein alles was sie noch denken konnte und die Rache, wenn dann die Zeit gekommen war. Schließlich war es ihr Stein, ihr Schatz. Niemals wollte sie den wieder hergeben.

Sie wurde härter und härter ….

2. Teil

Die Prinzessin durchquerte einige Milchstraßen und schließlich beschloss sie wiedermal Halt zu machen auf einem Planeten.

An ihrem ersten Abend in einem der vielen Dörfer hörte sie von dem hartherzigen König und wie unfair sie die Entscheidung fanden, die Tochter einfach zu verstoßen. Niemand hätte jemals wieder von ihr gehört. Aber viel interessanter war die Geschichte von dem Schatz in den Wäldern. Eine seltsame junge Frau – so hieß es – eine Einsiedlerin, sei unermesslich reich. Sie besäße einen großen Stein, der sehr wertvoll sei.

Da auf dem Planeten der Prinzessin Weisheit mehr bedeutete als Reichtum, war ihr diese Art zu denken fremd. Doch immerhin war sie ja auf ihrer Reise um andere Ansichten zu lernen.

Sie durchquerte weiter die Wälder und überlegte noch so vor sich hin, was es mit diesem Stein auf sich hätte als sie auf eine Lichtung kam. Allzu vertraut war ihr das kleine Häuschen bereits. Rasch klopfte sie an und umarmte die Alte. Auch auf diesem Planeten beschloss sie einige Zeit bei ihr zu bleiben. Sie half der Alten beim Wassertragen und beim Erledigen der Arbeiten. Fast tat es ihr leid, dass hier sonst niemand anzutreffen war beim Weg zur Quelle.

Einmal – es war schon spät, sie hatte sich vertan und war zu spät zur Quelle gegangen – kam ihr eine hagere, verbitterte Frau in einem alten abgewetzten Umhang entgegen. Sie grüßte freundlich. Doch diese sah sie nur kaltherzig an, sie herrschte sie an, sie solle ihr gefälligst den Krug und ihr Essen geben und flüchtete.

Verwirrt kam die Prinzessin zur Alten zurück und erzählte ihr von der Frau. Bedächtig nickte die Alte, aber da sie genug Wasservorrat hatten und Essen auch, war die Geschichte erledigt. Nur die Prinzessin überlegte, ob es wohl die Fremde mit dem Schatz gewesen war. Und wenn sie diesen Schatz ihr eigen nannte, den alle haben wollten, warum war sie dann nicht glücklich ….

3. Teil

Zu dieser Zeit wurde neuer König sehr krank. Keiner der Ärzte fand einen Grund und schon gar kein Mittel gegen die Krankheit. Da er ja ein sehr hartherziger Mann war, waren die Menschen nicht so betrübt. Der König hatte eine kleine Tochter, die zwar auch unter der Hartherzigkeit ihres Vaters litt, aber sie wollte und konnte ihn nicht sterben lassen.

So machte sie sich auf, die verschollene Tante zu suchen. Irgendwie hatte sie so eine Ahnung, dass sie helfen konnte.

Und so kam es, dass auch diese Prinzessin zu der Hütte im Wald kam. Sie erzählte von ihrem Vorhaben und sie alle beschlossen, dass sie die große Prinzessin beim Wasserholen begleiten sollte, vielleicht taucht die Frau ja nochmal auf.

So geschah es. Nach einigen Tagen trafen sie wirklich die verbitterte Frau. Wieder verlangte sie das Wasser und das Essen der beiden. Die kleine Prinzessin aber sah sie an und sagte „Liebste Tante! Dein Bruder, mein Vater ist todkrank! Er braucht dich!“. Kalt sah sie die Frau an und spukte die Worte fast aus „Er hat mich um mein Erbe betrogen! Das ist der Lohn!“ drehte sich um und ließ die beiden stehn.

Schwer wog der Stein in ihrer Tasche. Lang schon litt sie unter diesem Gewicht. Sie konnte kaum atmen, geschweige denn schlafen. Kein froher Gedanke wollte ihr kommen. Zu schwer zog dieser Stein an ihren Kräften. Aber was sollte sie tun. Er war alles was ihr geblieben war. Ihr ganzer Reichtum, ihr ganzer Sinn.

Die darauffolgenden Tage blieb sie weg von der Quelle. Sie wollte die beiden jungen Frauen nicht mehr sehn. Wollte nicht an ihren Bruder denken. Die Rachegedanken brachten sie fast um den Verstand.

Doch der Durst und der Hunger trieben sie wieder in die Nähe der Hütte. Auch die Wärme die sie ausstrahlte lockte sie immer öfter an. Zu lang lebte sie jetzt schon in der Kälte der Einsamkeit.

Eines Tages, die Alte war gerade am Weg ins nächste Dorf, Besorgungen zu machen, als sie beobachtete, wie die große Prinzessin die kleine Prinzessin zurückbrachte, verletzt von einem Wildschwein, dass durch die Wälder streunte.

Ohne groß nachzudenken lief sie auf die beiden zu und beugte sich über die Verletzte – durch ihre Zeit in der Wildnis hatte sie gelernt die eine oder andere Wunde zu versorgen. Dabei fiel ihr ohne, dass sie es merkte, der Stein aus der Tasche. Sie trugen das Mädchen in die Hütte und legten sie auf das Bett. Sie hielt die ganze Nacht Wache bei dem Mädchen, gab ihr zu trinken und im Morgengrauen öffnete die Kleine matt die Augen.

Und da geschah es, es ging ein Rucken durch ihren Körper und plötzlich löste sich der Panzer der so viele Jahre ihr Herz gefangen hatte. Sie saß nur da und die Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. Die große Prinzessin stand schweigend daneben, die Hand auf ihrer Schulter.

Keiner bemerkte, dass die Alte zurückgekehrt war. Erschrocken sprang die Frau auf. Da spürte sie, dass ihre Tasche leer war. Lange musterte sie die alte Frau. Diese wiederum überprüfte die Verbände des Mädchens. Zufrieden setzte sie Teewasser auf.

Plötzlich drehte sich die Frau um, ging hinaus auf die Wiese. Die Prinzessin wollte ihr nach, doch die Alte hielt sie zurück. „Das muss sie alleine erledigen! Ihr habt ihr schon viel geholfen!“

Sie blieb den ganzen Tag draußen und offensichtlich suchte sie nach ihrem Stein, ihrem Schatz. Enttäuscht blieb die große Prinzessin in der Hütte. Versorgte die kleine Prinzessin und half der Alten.

Endlich am Abend klopfte es und die Frau stand mit dem Stein in der Hand draußen. Sie hielt ihn der Alten hin und meinte nur „Sag mir bitte, wie weise bist du, dass dich die Macht dieses Steins nicht gefangen hielt und du ihn mir einfach so ohne zögern überlassen konntest?“

Die Alte schaute sie gütig an, nahm den Stein wieder an sich und sagte: „Der wahre Reichtum dieses Steins ist: er lässt dich hinter die Fassade schauen! Wenn da Liebe und Vertrauen ist, verstärkt er Liebe und Vertrauen! Wenn da Gier und Bitterkeit ist, verstärkt er Gier und Bitterkeit!“

Epilog:

Die kleine Prinzessin war nach ein paar Tagen wieder fit und so zog sie mit ihrer Tante zurück in die Königsstadt. Sie konnte zwar nichts mehr für ihren Bruder tun, doch immerhin konnten sie einander verzeihen, ein großes Fest feiern und Frieden finden. Sie regierte von da an das Reich mit der Witwe des Bruders, immer darauf bedacht, die Gier und die Bitterkeit nicht wieder zurück in ihr Herz kehren zu lassen. Die kleine Prinzessin half ihr dabei nach besten Kräften.

Allein die Legende von der Einsiedlerin mit dem Schatz erinnerte sie noch an die Zeit der Einsamkeit im Wald.

Die Prinzessin hatte wieder etwas gelernt auf ihrem Weg und zog weiter ….

auch diesesmal bin ich wieder dabei beim Projekt *.txt das siebente Wort ist Fassade

Dienstag, 28. April 2015

Prinz Aal Glatt

Die Prinzessin beschloß, jetzt wo die lange Zeit des "mir doch gleich!" vorüber war, wäre es an der Zeit, ein bisschen was von der Milchstraße und ihren Planeten zu erkunden ... schließlich sollte sie doch mal die Thronfolge nach der Königin antreten ...

sie durchstreifte die Galaxie und landete auf einem Planeten der von einem ganz jungen Prinzen regiert wurde - "Aal Glatt" hieß der - er war erst kurz im Amt und seine PlanetenbewohnerInnen waren sehr begeistert - die Mütter tauften ihre Söhne nach dem Namen, die Männer und Burschen wollten so sein wie er und die Mädchen himmelten ihn an .... er war, wie soll man sagen eben AaL Glatt.

Der Hofstaat des Prinzen wetteiferte, wer den nun genauso aalglatt sei und wenn jemand auch nur den Anflug eines Fünkchens Integrität aufwies, war er gleich verbannt aus der Königsstadt

Der Prinz genoß seinen Status und die von seinem Vater übertragene Macht und überlegte jeden Monat ein neues Gesetz, dass ihm für seine Aalglattheit noch dienlicher war - einzig eines störte ihn bei seinen Geschäften - sein Gewissen

tagsüber, wenn die Sonne schien und die UntertanInnen alle Hof hielten um ihn da war es nicht zu vernehmen, aber kaum wurde es finster und die Nacht legte sich über das Schloss, da kroch es aus den Ritzen und ließ ihn schlecht schlafen - da nutzten auch die rauschenden Feste nichts, die er jede Nacht abhielt um das Gewissen im Zaum zu halten - es fand einen Weg

da kam ein fremder Magier zu dem Planeten, der Magier war bekannt dafür, dass er alles aber auch wirklich alles verschwinden lassen konnte

der Prinz ließ den Magier rufen und befahl ihm, dass er doch bitte gefälligst sein Gewissen verschwinden lassen sollte - der Magier war ein wenig überrascht, DAS hatte wahrlich noch niemand verlangt und da es ein weiser Magier war, meinte er, dass das vielleicht nicht die klügste Entscheidung war (jede/r weiß wohl, was passiert, wenn das Gewissen mal weg ist!!!)

doch der Prinz wurde wütend (fast vergaß er auf's aaalglatt-Sein) und drohte mit Gefängnisaufenthalt, wenn er seinen Befehl nicht gehorchte - der Magier, den kein Gefängnis der Welt in seinen Mauern halten konnte, dachte "welch ein präpotenter Idiot" und ließ sein Gewissen verschwinden (doch er wär kein weiser Magier, hätt er kein Schlupfloch gefunden)

Die ersten paar Nächte war es herrlich für den Prinen, er schlief gut und konnte endlich aalglatt sein wie es ihm gefiel, doch nach ein paar Tagen fiel ihm auf, dass seine UntertanInnen ihn immer so seltsam musterten und so erließ sofort ein Gesetz, dass jede/r UntertanIn in seinem Reich das Gewissen entfernt bekommen sollte

so geschah es ....

das war der Moment in dem die Prinzessin auf dem Planeten ankam ....

sie durchstriff den Planeten und hörte von dem seltsamen Prinzen und seinem Gesetz und das kam ihr sehr seltsam vor, also beschloss sie, zuerst den restlichen Planeten zu erkunden, bevor sie die Königsstadt aufsuchte.

so kam sie zu einem Wald und einer Lichtung und auf eben dieser Lichtung stand ein kleines Haus und ihn dem Haus wohnte eine alte Frau (ähm Moment, war das dieselbe oder eine Schwester?! wer konnte das schon sagen).

Die alte Frau leiß sie herein und gab ihr zu essen und als es dunkel wurde, begann es draußen vor dem Haus wild zu rumoren, die Fensterläden zitterten, Gehäul brach los und jede/r normale Mensch wäre vor Angst auf und davon - auch der Prinzessin wurde es ein bisschen bang, doch die Alte beruhigte sie und meinte, das wären die verschwunden Gewissen der PlanetenbewohnerInnen, die wüssten nicht wohin und so lebten sie einfach rund um die Hütte (der weise Magier hat sie nicht ganz verschwinden lassen, sondern nur aus den Augen und Gedanken des Prinzen und seinem Gefolge , da suchte sie niemand und sie, die Alte würde sich ein bisschen um sie kümmern - denn es gäbe nichts gefährlicheres als nicht beachtete Gewissen

also blieb die Prinzessin eine Weile und half der Alten die Gewissen zu verpflegen, manche waren klein und verhutzelt, manche waren groß und aufgeblasen und manche waren dunkel und durchscheinend, fast nicht mehr zu erkennen - doch die Alte setzte sich auf die Lichtung und sang den Gewissen alte Lieder vor, Lieder über die Freiheit, Lieder über Integrität und Lieder über Hoffnung und Glaube

eines Tages kam ein besonders dunkles und verhutzeltes Gewissen daher - das tobte und heulte und wollte sich gar nicht beruhigen lassen - wie sich herausstellte war es das Gewissen des Prinzen und da es sooo lange schon unbeachtet geblieben war, war es ein harter Weg, auch dieses Gewissen wieder aufzupäppeln

nach einer Weile dachte die Prinzessin, es wäre an der Zeit weiter zu ziehen und den Prinzen persönlich kennen zu lernen - also machte sie sich auf in die Stadt. Dort angekommen fand sie eine ziemlich düstere und argwöhnische Stimmung vor.

Niemand traute niemandem, jeder bestahl jeden und am schlimmsten war es am Hof. Die Menschen machten was ihnen gefiel und scherten sich einen Dreck um die Konsequenzen. Ihre Gesichter waren grau und fahl, die Augen gierig und leer.

Mitten hinein kam die Nachricht eines feindlichen Angriffs von einem Nachbarplaneten - der Herrscher von diesem Planeten hatte von dem Verhalten dieses Planeten gehört und nachdem sich ohnehin niemand um den andern kümmerte, dachte er, er hätte leichtes Spiel diesen Planeten für sich einzunehmen.

Der Prinz Aal Glatt war so aalglatt, dass diese Nachricht nur an ihm abperlte, ihm konnte doch nichts passieren - rasch rief er seinen Hofstaat zusammen, die sollten ihn schließlich verteidigen, doch die Hälfte erschien erst gar nicht und davon die Hälfte interssierte das Befinden des Planeten überhaupt nicht

da erschrack der Prinz doch ein bisschen, er schrie sie an, ob sie denn kein Gewissen hätten!!! da sahen ihn alle nur kalt an und meinten schlicht und einfach "Das habt Ihr, werter Prinz, per Gesetz verschwinden lassen!"

Der Prinz ließ eine Belohnung ausstellen, für die Person, die ihm seinen Kopf und Kragen retten konnte ... die Prinzessin hatte eine Idee und bat um Audienz. Der Prinz hatte alle Aalglattheit verloren - schlich durch sein Zimmer und flehte die Prinzessin förmlich an, ihm zu helfen. Sie meinte nur schlicht, sie hätte einen Ausweg, doch allein die Belohnung wollte sie sich selbst aussuchen

Nachdem der Prinz soo verzweifelt war, dass er allem zugestimmt hätte, vergaß er böse zu werden und ließ sich auf den Handel ein - es blieben ihnen noch ein paar Stunden bis zum feindlichen Angriff

also lief die Prinzessin zurück zu der Alten und zu der Hütte mit all den Gewissen - und sie überredete die Gewissen, dass sie alle zurück zu ihren BesitzerInnen sollten, in dieser Nacht, denn nur so könnten sie sich selbst und ihre BesitzerInnen retten, vor dem bösen Herrscher des andern Planeten

die Gewissen waren natürlich alles andere als begeistert, zuerst hatte man sie so böse entfernt und jetzt sollten sie ihren Menschen wieder helfen - doch da sie alle voll von Hoffnung, Glaube, Integrität und Freiheit waren, machten sie mit und folgten der Prinzessin zurück in die Stadt des Prinzen und jedes Gewissen kehrte zurück zu seiner Menschenseele

gerade rechtzeitig, denn hatte der Herrscher geglaubt einen Haufen gewissenloser PlanetenbewohnerInnen anzutreffen, die er schnell auf seine Seite schlagen konnte, gegen den Prinzen, fand er nun lauter integere Menschen vor sich, die ihren Planeten mit allem verteidigten was sie hatten - allen voran der Prinz Aalglatt der sich auch für seine UntertanInnen einsetzte

was war der Jubel groß, als der böse Herrscher in die Flucht geschlagen war, doch auch große Verwunderun, wo den plötzlich die Gewissen wieder da waren - und viele waren froh, dass sie es wieder spürten und die Gewissen waren froh wieder bei ihren BesitzerInnen zu sein - auch wenn es einige gab, die vielleicht nicht ganz so erfreut waren

Doch selbst der Prinz Aalglatt fühlte sich plötzlich wieder besser - und er ließ die Prinzessin zu sich rufen und wie er versprochen hatte wollte er ihr seine Belohnung zukommen lassen - (eigentlich dachte er die größte Belohnung für die Prinzessin wäre es IHN zu ehelichen) doch die Prinzessin lehnte lachend ab -

nein ihre Belohnung sah ganz anders aus - sie verlangte nur eines:

Halte dich ab jetzt immer an DEIN Gewissen!!!!

mit diesen Worten drehte sie sich um, ließ den verblüfften Prinz Aal Glatt mit offenem Mund stehn, nahm ihr Transportmittel und reiste weiter ....


ich bin wieder dabei beim Projekt .txt

Das sechste Wort lautet dein

Samstag, 11. April 2015

...

Es war einmal vor langer Zeit - wars gestern, wars heut ....

In einer weit entfernten Galaxie auf einem Planeten da lebte eine Königin und ihre UntertanInnen mochten sie sehr.

Die Königin hatte eine Thronerbin die langsam heranwuchs und zur Frau wurde. Leider lastete ein Fluch auf der Prinzessin.
Egal was von ihr verlangt wurde überhaupt alles was zu ihr gesagt wurde, sie konnte immer nur einen Satz sagen "Mir doch gleich" ...

Die Königin ließ alle weisen Frauen des Planeten kommen und bat sie um Rat, wer die Prinzessin von diesem Fluch befreien konnte bekäme unsagbare Weisheit

Also überlegten die weisen Frauen hin und her, doch keine hatte einen Einfall - also zogen die Jahre ins Land und alles was die Prinzessin sagte war und blieb: "Mir doch gleich!"

So wurde es Zeit einen geeigneten Prinzgemahl zu wählen, doch egal von welchem Planeten und von welcher Galaxie die Prinzen andüsten, alles was die Prinzessin herausbrachte war "Mir doch gleich!"

Da ging das Gerücht, dass eine weit entfernt Hexenmeisterin ein Allheilmittel für dieses Problem kennt, doch diese Weise Hexe lebte auf einem sehr kleinen Planeten, genannt Erde.

Es hieß, dass die BewohnerInnen auf diesem Planeten auch von diesem Phänomen wussten. Also packte die Königin ihre Tochter und ließ die Galaxie hinter sich und reiste viele Lichtjahre zur Erde.

Angekommen auf der Erde fragten sie nach dem Weg zu der Hexenmeisterin, doch alles was sie als Antwort bekamen war: "Keine Ahnung, wer soll das sein? Mir doch gleich!"

Immerhin wussten sie, dass sie richtig waren!

Erschöpft und ratlos suchten sie ein Schloß, wo sie die Nacht verbringen konnten, doch es ließ sich einfach nichts Geeignetes finden! Die Schlösser auf diesem Planeten waren nicht so wie auf ihrem Planeten und vor allem, waren auf diesem Planeten eher die Könige tonangebend und die Königinnen hatten nicht so viel zu sagen ...

sie irrten herum und die Prinzessin war auch keine große Hilfe, zu schnell hatte sie sich an die Gegebenheiten dieses Planeten angepasst, denn war sie früher noch feundlich und zugänglich, wurde ihre Haltung immer ablehnender und gleichgültiger ...

Irgendwann durchquerten sie einen dunklen Wald und da fanden sie mitten auf der Lichtung eine kleine Hütte und da sie hungrig waren und ein Lager für die Nacht brauchten, klopften sie an. Eine alte Frau öffnete und ließ sie eintreten.

Obwohl die Hütte sehr ärmlich wirkte, war es warm und gemütlich und am Feuer stand ein Topf mit Essen. Die Königin und die Prinzessin aßen und fühlten sich wohl. Die Königin erzählt der Alten von ihrem Problem und wie sie sich Erlösung erhofften. Die Alte hörte aufmerksam zu und lächelt freundlich. Schließlich war es Zeit schlafen zu gehn.

Die Alte richtete ihnen ein Lager, das zwar nicht ganz dem einer Königin und einer Prinzessin entsprach, doch die beiden mussten zugeben, dass sie es lang nicht mehr so gemütlich gehabt hatten. Da der Platz sehr eng war, lagen sie nah beieinander und schliefen bald friedlich ein.

Die Prinzessin hatte einen merkwürdigen Traum:

Sie ging über eine Wiese früh am Morgen und plötzlich sah sie ein strahlendes Licht, sie ging darauf zu und erkannte einen Engel der sie freundlich grüßte und ihr einen Zettel gab mit einer Botschaft drauf. Da stand: "vorüber"

Sie wachte auf und spürte die Wärme ihrer Mutter. Sie war sehr verwirrt, seit so langer Zeit hat dieser eine Satz ihr Denken beherrscht, dass dieses eine Wort einschlug wie eine Bombe. VORÜBER.

Eigentlich war es ja auch langsam Zeit mal was anderes zu denken. Sie hatte sich irgendwie so an dieses "Mir doch gleich!" gewöhnt, doch dieses neue Wort ließ diesen Satz immer mehr bröckeln.

Gleichzeitig träumte auch die Königin einen Traum:

auch sie ging über eine Wiese und ihr kamen lauter Tiere entgegen, alle riefen "alles geht!"

Auch sie war verwirrt und beeindruckt von diesen zwei Worten. Alles geht? Wo doch irgenwie gerade alles stockte und nichts weiterging, mit ihrer Tochter, mit der Mission, mit ihrem Planeten ...

doch auch sie hatte das Gefühl, dass sich irgendetwas in ihr bewegte, allein durch diese Worte.

Sie drehte sich zu der Prinzessin um und merkte, dass die wach war und so sagte sie: "ALLES GEHT - VORÜBER!" vollendete diese den Satz - und beide lachten.

Tja auch ich bin wieder dabei beim Projekt *txt

das Wort lautet "gleich".

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