La lingua batte dove duole il dente. - Wem das Herz voll ist dem geht der Mund über

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Zuletzt aktualisiert: 15. Juli, 02:09

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Sternen-Hugs

Mittwoch, 17. Oktober 2007

...

am Freitag hab ich mal wieder eines meiner Seminare und da geht es um die jeweilige Beziehungs-Weise - ein Teil daraus sei hier verraten, ein Auszug aus einem meiner Lieblingsbücher:

In diesem Augenblick erschien der Fuchs
"Guten Tag", sagte der Fuchs.
"Guten Tag", antwortete höflich der kleine Prinz, der sich umdrehte, aber nichts sah.
"ich bin da" sagte die Stimme "unter dem Apfelbaum ..."
"Wer bist du?" sagte der kleine Prinz. "Du bist sehr hübsch ..."
"Ich bin ein Fuchs" sagte der Fuchs.
"Komm und spiel mit mir" schlug ihm der kleine Prinz vor. "Ich bin so traurig ..."
"Ich kann nicht mit dir spielen", sagt der Fuchs. "Ich bin nicht gezähmt!"
"Ah Verzeihung!" sagte der kleine Prinz. Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu: "Was bedeutet das: 'zähmen'?
"Du bist nicht von hier" sagte der Fuchs "was suchst du?"
"Ich suche die Menschen" sagte der kleine Prinz. "Was bedeutet 'zähmen'?"
"Die Menschen" sagte der Fuchs "die haben Gewehre und schießen. Sie ziehen auch Hühner auf. Du suchst Hühner?"
"Nein" antwortete der kleine Prinz "ich suche Freunde. Was heißt 'zähmen''?"
"Es ist eine in Vergessenheit geratene Sache" sagte der Fuchs "Es bedeutet: sich 'vertraut machen'."
"Vertraut machen"
"Gewiß" sagte der Fuchs. "Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben gleicht. Ich brauche dich nicht und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein auf der Welt. Ich werde für dich einzig sein auf der Welt ..."
"Ich beginne zu verstehen" sagte der kleine Prinz. "Es gibt da eine Rose. Ich glaube sie hat mich gezähmt"
"Das ist möglich" sagte der Fuchs. "Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander und die Menschen gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Bitte ... zähme mich!"
"Ich möchte wohl" antwortete der kleine Prinz "aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muß Freunde finden und viele Dinge kennenlernen."
"Man kennt nur die Dinge, die man zähmt" sagte der Fuchs. "Die Menschen haben keine Zeit mehr irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Gechäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"
"Was muss ich da tun?" fragte der kleine Prinz.
"Du musst sehr geduldig sein" antwortete der Fuchs. "Du setzt dich zuerst ein wenig abeits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstoheln, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzten können ...."
So machte der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. Und als die Stunde des Abschieds nahe war:
"Ach" sagte der Fuchs "ich werde weinen"
"Das ist deine Schuld", sagte der kleine Prinz. "Ich wollte dir nichts Übles, aber du hast gewollt, dass ich dich zähme."
"Gewiss", sagte der Fuchs.
"Aber nun wirst du weinen" sagte der kleine Prinz
"Bestimmt" sagte der Fuchs
"So hast du also nichts gewonnen!"
"Ich habe die Farbe des Weizens gewonnen"
Dann fügte er hinzu:
"Geh die Rosen wieder anschauen. Du wirst begreifen, dass die deine einzig ist in der Welt. Du wirst kommen und mir adieu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis schenken."
Der kleine Prinz ging die Rosen wiederzusehen:
"Ihr gleicht meiner Rose gar nicht, ihr seid noch nichts" sagte er zu ihnen "Niemand hat sich euch vertraut gemacht und ihr habt euch niemandem vertraut gemacht."
Und er kam zum Fuchs zurück:
"Adieu" sagte er ....
"Adieu" sagt der Fuchs. "Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."
"Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
"Die Zeit die du mit deiner Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig. Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen." sagte der Fuchs. "Aber du darft es nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast."
"Ich bin für meine Rose verantwortlich" wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

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