"Muttertag"-Christmette
Frau Sternenstaub feiert ihre Christmette nicht so heilig wie Truetigger und Lorelei und auch nicht so wie schlagloch:
liebe Leserschaft, ich bin zurück aus dem verschneiten Märchenwald - ich sag euch, das Wetter war traumhaft, der Schnee richtig toll zum Dahinstapfen und die Luft klar und frisch - eine absolute Märchenidylle, ich dachte jeden Moment kommt das Christkindal um's Eck geflogen und wenn nicht das, dann irgendwelche kitschigen Disney-Hauptfiguren.
Doch in der von mir selten gewählten Überschrift gehts um was ganz anderes - die von mir "fromm" zelebrierte Christmette
so geschehen in ner winzig kleinen Dorfkirche am Josefsberg - innen wars kälter als draußen
der Pfarrer - angeblich Tscheche - war kaum bis gar nicht zu verstehen, was teils an seinem lupenreinen Deutsch (oder war's nur tschechisch??), teils an seiner Geschwindigkeit lag, mit der er hingebungsvoll die Messe feierte (wahrscheinlich wartete der Festagsbraten noch am Tisch). Ab der Mitte wendete er sich zum Hochaltar hinter sich und somit weg von uns, was die Verständlichkeit auch nicht wirklich förderte.
Er half uns bei der liturgischen Feier so, dass er uns wachelte, wenn wir uns auf die kalten Bänke niedersetzen durften. Dann verlaß er Heilige, die ich so noch nie in dem Ablauf der Messe gehört hatte - aber wie gesagt er redete ja von uns weg und leicht fremdsprachig und supaschnell, also isses möglich, dass ich mich verhört habe.
Ergänzend dazu hatte er aber noch ein paar hilfreiche Statisten zur Seite -
einmal der Ministrant der, begeistert davon, dass er seinen eigenen Atem sehn konnte bei der Kälte, die ganze Zeit mit "Ausatmen" beschäftigt war und
dann der vor uns sitzende wirklich fromme Mitbürger, der jedesmal lauthals das Amen durch die Kirche schmätterte und natürlich keines der Lieder ausließ um seine Stimme und die ganze Kirche erzittern zu lassen.
Zu guter letzt stellte ich mich brav zur Kommunionsverteilung an um links von ner mindestens ebenso frommen Dame überholt zu werden die mich regelrecht abdrängen wollte um vor mir dran zu kommen (ich glaube wir waren ganze 10 Leute angestellt, soooo klein war die Kirche und so lang hatte sie zu warten).
Dass die Fürbitten bei diesem Überfluss an Leuten, und der klaren Aussprache des Hochwürden (sprich keiner wusste wann er mit einer Fürbitte fertig war), ebenso inbrünstig wie in den von mir erwähnten Film abgehandelt wurden, kann sich hoffentlich jede/r vorstellen.
Also das war der abgefrorene Hinter auf jeden Fall wert, diese Kabarettvorstellung am Heiligen Abend.
liebe Leserschaft, ich bin zurück aus dem verschneiten Märchenwald - ich sag euch, das Wetter war traumhaft, der Schnee richtig toll zum Dahinstapfen und die Luft klar und frisch - eine absolute Märchenidylle, ich dachte jeden Moment kommt das Christkindal um's Eck geflogen und wenn nicht das, dann irgendwelche kitschigen Disney-Hauptfiguren.
Doch in der von mir selten gewählten Überschrift gehts um was ganz anderes - die von mir "fromm" zelebrierte Christmette
so geschehen in ner winzig kleinen Dorfkirche am Josefsberg - innen wars kälter als draußen
der Pfarrer - angeblich Tscheche - war kaum bis gar nicht zu verstehen, was teils an seinem lupenreinen Deutsch (oder war's nur tschechisch??), teils an seiner Geschwindigkeit lag, mit der er hingebungsvoll die Messe feierte (wahrscheinlich wartete der Festagsbraten noch am Tisch). Ab der Mitte wendete er sich zum Hochaltar hinter sich und somit weg von uns, was die Verständlichkeit auch nicht wirklich förderte.
Er half uns bei der liturgischen Feier so, dass er uns wachelte, wenn wir uns auf die kalten Bänke niedersetzen durften. Dann verlaß er Heilige, die ich so noch nie in dem Ablauf der Messe gehört hatte - aber wie gesagt er redete ja von uns weg und leicht fremdsprachig und supaschnell, also isses möglich, dass ich mich verhört habe.
Ergänzend dazu hatte er aber noch ein paar hilfreiche Statisten zur Seite -
einmal der Ministrant der, begeistert davon, dass er seinen eigenen Atem sehn konnte bei der Kälte, die ganze Zeit mit "Ausatmen" beschäftigt war und
dann der vor uns sitzende wirklich fromme Mitbürger, der jedesmal lauthals das Amen durch die Kirche schmätterte und natürlich keines der Lieder ausließ um seine Stimme und die ganze Kirche erzittern zu lassen.
Zu guter letzt stellte ich mich brav zur Kommunionsverteilung an um links von ner mindestens ebenso frommen Dame überholt zu werden die mich regelrecht abdrängen wollte um vor mir dran zu kommen (ich glaube wir waren ganze 10 Leute angestellt, soooo klein war die Kirche und so lang hatte sie zu warten).
Dass die Fürbitten bei diesem Überfluss an Leuten, und der klaren Aussprache des Hochwürden (sprich keiner wusste wann er mit einer Fürbitte fertig war), ebenso inbrünstig wie in den von mir erwähnten Film abgehandelt wurden, kann sich hoffentlich jede/r vorstellen.
Also das war der abgefrorene Hinter auf jeden Fall wert, diese Kabarettvorstellung am Heiligen Abend.
Sternenstaub - 26. Dezember, 16:31
- 400 mal durchstöbert::
4 hinzugestaubt
:: Sternstaub aufwirbeln!
Dafür konnten die Afrikaner echt fetzige Rhythmen.
Und - das will ich lobend erwähnen - die Bänke der Kirche waren beheizt, ich musste mir nicht wie Du Dir den Hintern abfrieren :)