La lingua batte dove duole il dente. - Wem das Herz voll ist dem geht der Mund über

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Zuletzt aktualisiert: 10. Mai, 21:15

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Wunsch-los

Nach einer Weile war es wieder mal soweit einen neuen Planeten zu besuchen, beschloss die Prinzessin und suchte sich einen schönen bunten aus. Doch sie erlebte die Geschichte nur am Rande, am Waldrande in der Hütte mit.

Der König dieses Planeten hatte zwei Söhne. Der erste Sohn war aus der Ehe mit der Königin und somit fühlte der sich schon von klein auf als rechtmäßiger Erbe und war in allem besser und überlegener als sein jüngerer Bruder.

Die Königin war gestorben und der König litt unter dem Verlust. In der ersten Zeit nach dem Tod, machte er oft lange Spaziergänge durch seinen Wald und dabei hat er die Zeit vergessen. Einmal landete er bei einem Häuschen, in dem eine schöne Frau wohnte. Sie erkannte den König wohl, doch da er sich nicht äußerte und sich ganz normal benahm, dachte sie, dass er nicht erkannt werden wollte und so ließ sie sich nichts anmerken.

Der König fühlte sich wohl bei der Frau und vergaß dort seinen Kummer und bald war er, so oft es seine Verpflichtungen zuließen, im Wald in der Hütte. Sie wurden vertrauter und kamen sich näher und so führte eins zum andern und die Frau war schwanger und gebar ebenfalls einen Sohn.

Der König war ein ehrlicher Mann und nahm beide bei sich im Schloss auf. Doch die Frau hielt die Gehässigkeiten am Hof nicht aus. Ihrem Sohn wollte sie aber die Erziehung eines Prinzen zukommen lassen und so ließ sie ihn im Gewahrsam seines Vaters und sie selbst kehrte wieder in ihre Hütte im Wald zurück.

Der König ließ sie schweren Herzens ziehn. Hatte er sie doch sehr lieb gewonnen. Einzig der Gedanke sie wieder besuchen zu können, tröstete ihn. Doch als er wieder den Weg zu der Hütte einschlug, war er sehr verwundert. Die Lichtung und die Hütte waren verschwunden.

So blieb ihm nur sein Sohn, den er, da er seiner Mutter sehr ähnlich sah, sehr liebte. Dies blieb auch dem ersten Sohn nicht verborgen und so begann er recht bald aus Eifersucht, den kleineren Bruder zu ärgern und zu verachten und ließ ihn büßen für die fehlende Liebe seines Vater.

So wuchsen die beiden zu stattlichen jungen Männern heran. Doch der erste entwickelte seine Fähigkeiten im Kampf – oft auch mit unfairen Mitteln, wie es so seine Art war. Doch allein der Sieg zählte für ihn, nicht der Weg dorthin.

Der zweite aber war eher ein Träumer. Er las lieber von den Abenteuern, als dass er sie selber erlebte.

Der König wurde alt und mit großer Sorge sah er die Entwicklung seiner beiden Söhne. Es galt einen Nachfolger zu finden und er wusste nicht wen er von beiden nehmen sollte.

Er erkannte die Eifersucht im Herzen des einen und die Sehnsucht im Herzen des andern. Immer wieder verschob er es, die beiden zu prüfen, wer den nun der bessere Nachfolger sei und so zogen die Jahre ins Land und er starb und kein Nachfolger war genannt.

Der größere Bruder ließ den Hofstaat zusammentreten und meinte nur, er wäre jetzt neuer König und sein Bruder sei aus dem Schloss zu werfen und im tiefen Wald auszusetzen, denn dieser würde weder zurückfinden noch überleben.

Gesagt getan, der jüngere Bruder wurde in einer Nacht und Nebelaktion in den Wald gezerrt und dort zurückgelassen.

Da irrte er herum und suchte verzweifelt einen Weg. Nachdem er nie gelernt hatte mit Pfeil und Bogen umzugehen bzw. ein Tier zu erlegen um zu überleben. Blieb ihm nichts zu Essen über.

Irgendwann kam er zu einer Lichtung und auf der Lichtung stand eine Hütte. Er klopfte und eine alte Frau öffnete. Eine junge schöne Frau war ebenfalls dort und half ihr bei den Aufgaben. Sie gab ihm zu Essen und bot ihm ein Lager für die Nacht. Er nahm beides dankend an. Er erzählte seine Geschichte und seine Verzweiflung, weil er nicht wusste, was er weiter tun sollte.

Am nächsten Morgen wollte er weiterziehen, die Alte erzählte ihm von der Frau die tief drinnen im Wald wohnte und die allein war und sicher über ein paar hilfreiche Hände froh war.

Die Prinzessin begleitete ihn zu der Hütte, eine schöne Frau mittleren Alters öffnete. Er bot ihr an bei ihr zu bleiben und ihr im Haushalt zu helfen. Der Frau war, als hüpfte ihr Herz in der Brust, doch das geschah so schnell, dass sie es nicht so ganz mitbekam und nicht weiter beachtete. Sie war froh die ganze Arbeit nicht mehr allein erledigen zu müssen und so ließ sie den jungen Mann bei sich wohnen. Sie flocht Körbe und verkaufte diese am Markt.

So lebten sie genügsam und froh miteinander. Öfters trafen sich die Prinzessin und der Bursche im Wald und sie plauderten miteinander, sie tauschten die neuesten Nachrichten aus.

Der ältere Bruder hingegen regierte einstweilen das Land. Froh waren die Menschen nicht, doch es gab genug zu essen und so beschwerten sie sich nicht. Allein der König wusste, dass er den Großteil in seine eigene Taschen wirtschaftete. Aber was seine UntertanInnen nicht wussten, brauchte er ja nicht extra zu sagen.

Er nahm eine Frau aus wohlhabendem Hause, die zu ihm passte.

Der jüngere Bruder war mal wieder mit der Prinzessin im Wald, Beeren pflücken, als er plötzlich einen Fuchs fand, der sich in einer Falle verfangen hatte. Er überlegte, wie er diesen befreien konnte, ohne selbst gebissen zu werden. Doch zu seiner Verwunderung sprach der Fuchs – „Hilf mir, mich zu befreien und du wirst es nicht reuen!“

Er half dem Fuchs aus der Falle und nahm ihn mit nach Hause und pflegte ihn. Der Fuchs meinte zum Abschied nun hätte der Bursche hätte einen Wunsch frei.

Der Bursche überlegte wohl und meinte nur „Ich will gutes Leben für mich und die, die mich lieben – auch meine Mutter, sollte sie noch leben!“

„So soll es sein, wenn die Zeit reif ist!“

Zuerst merkte er gar nichts von der Veränderung und er dachte nur, der Fuchs hätte ihn einfach ein bisschen zum Narren halten wollen. Doch irgendwann merkte er, dass er mehr Beeren fand und wenn die Frau vom Markt kam, hatte sie alle ihre gefertigten Körbe verkauft und mehr Geld als zuvor.

Wieder war der Bursche im Wald unterwegs und da sah er einen Vogel am Waldboden liegen. Offensichtlich angeschossen von den Jägern des Königs. Er hob ihn so behutsam es ging auf und der Vogel zwitscherte „lass mich fliegen und du sollst, was du dir wünscht kriegen“

Er konnte den Flügel nicht bewegen. Also nahm er auch dieses Tier mit nach Hause und als der Flügel wieder heil war, ließ er den Vogel fliegen. Dieser flog auf den nächsten Ast und meinte ebenfalls – er hätte einen Wunsch frei.

Der Bursche überlegte wieder sehr genau „Dass das Glück und die Liebe immer bei mir bleiben!“

Lange merkte er nichts von der Veränderung und hätte bald schon auf den Vogel vergessen. Als er einmal mit der Prinzessin zum Markt ging um die Körbe zu verkaufen, war da eine junge hübsche Frau, die ihm einen Korb abkaufte. Sie sahen sich in die Augen und wussten beide, dass sie nicht mehr ohne einander sein wollten. Von da an trafen sie sich regelmäßig zuerst heimlich weil der junge Bursche ja mittellos war, doch sie genossen die Zeit zusammen.

Als er vom Dorf zurück in die Hütte im Wald zu der Frau ging sah er am Weg eine Katze, die gerade warf. Drei kleine Kätzchen waren schon heraus, doch das vierte steckte fest. Ohne weiter nachzudenken half der Bursche und als alle auf der Welt waren, wollte er schon weiterziehn.

Da meinte die Katze – „meine Geburt ist wohlgeraten, drum darfst du dir jetzt was erwarten!“

Der Bursche überlegte lange hin und her – wähnte er sich mit dem guten, glücklichen Leben voller Liebe am Ziel seiner Wünsche.

Da meinte die Katze, ob er denn nicht vielleicht ein schönes Haus haben wolle. „Ach“ meinte der Bursche „das wäre doch fein, dann könnt ich meine Liebste heiraten und einen Platz für die Frau wär sicher auch zu finden“

Auch hier war zuerst alles wie immer und er wollte die Begegnung schon als Hirngespinst abtun – doch beim nächsten Besuch im Dorf erfuhr er, dass einer der Kunden gestorben war und ihm sein Haus hinterlassen hätte.

Da konnte er endlich seine Liebste heiraten und die Frau holte er mit in die Stadt. Da lebten sie fortan zufrieden, glücklich und verliebt und sorglos.

Die Kunde von den drein und der Geschichte mit den Tieren des Waldes und den erfüllten Wünschen machte die Runde und irgendwann erfuhr auch der König davon.

Neidisch wie er war, wollte er – ohne zu wissen, dass es sich um seinen Bruder handelte – ebenfalls seine Wünsche erfüllt bekommen. Er wollte noch mehr Reichtum und Kriegskunst.

Also strich er durch den Wald und bald fand er eine Hirschkuh die sich mit dem Geweih im Geäst verfangen hatte. Der Jagdtrieb ging mit ihm mit und er schoss ohne groß nachzudenken auf das Tier. Dieses sank zusammen. Die Prinzessin, die nicht weit davon die Szene beobachtet hatte, schrie entsetzt auf. Da fiel dem König ein, dass er das Tier ja hätte retten sollen, also lief er schnell hin und entfernte den Pfeil. Mit letzter Kraft sah das Tier auf. „Ich habe dich von dem Pfeil befreit, was ist jetzt mit meinem Wunsch?“

Die Hirschkuh schloss die Augen aber in diesem Augenblick betrat der Hirsch die Lichtung und sah, was passiert war. Er meinte nur „du darfst wohl Wünschen, doch überlege gut, ob du es willst! Drei an der Zahl sollen es sein!“

Der König antwortete „Willst du dem König vorschreiben, was er zu wünschen hat!“ „Nein, so geh nach Hause und überlege wohl!“

Der König ritt zurück, voller Ideen – vor seinem geistigen Auge sah er schon sämtliche Reichtümer …. Doch er wollte das mit seiner Gemahlin besprechen.

Er kam im Schloss an, doch weil es bereits finster war und der Hofstaat nicht mit ihm gerechnet hatte, war kein Licht angezündet.

Da schrie er unvermittelt und ohne nachzudenken „Wo sind die Diener – ich wünsche sofort mehr Licht zu meiner Ankunft!“

Sofort erstrahlte das Schloss in ganzer Pracht. Erschrocken fiel ihm ein, dass er bereits einen Wunsch so unbedacht ausgesprochen hatte.

Rasch ging er zur Königin und erzählte ihr alles. Diese schimpfte mit ihm, weil er sich statt Reichtümer so etwas Blödes gewunschen hatte.
Er wurde ärgerlich, wie immer wenn er zurechtgewiesen wurde und fuhr sie an „Keinen Ton mag ich mehr von dir hören!“ und die Königin bewegte zwar die Lippen, aber kein Ton kam mehr hervor. So sehr sie auch schrie – Stille.

Jetzt war der König wirklich verärgert. Was machte er jetzt mit seinem letzten Wunsch – und voller Ärger rief er „Da möchte man ja aus der Haut fahren, mit diesen Wünschen!“

Naja und weg war er. Die Königin, die zwar wusste was passiert war, konnte nichts mehr sagen. So sehr sie auch rief und schrie, nichts kam, kein Ton war zu hören.

Schnell verbreitete sich die Nachricht, von dem verschwundenen König und der stummen Königin im ganzen Land. Auch der zweite Königssohn hörte davon. Genauso wie das Gerücht, dass sie eben nach ihm, dem Zweitgeborenen suchen würden. Er überlegte lange was er tun sollte.

Am nächsten Tag kam er auf dem Weg durch den Wald zur Hütte der Alten mit der Prinzessin. Die Alte nickte ihm nur von weitem zu und meinte „Was hat der Mensch zu fürchten, den sein Schicksal will?“

Da drehte sich der Bursche um, ging schnurstracks nach Hause und erzählte seiner Gemahlin und der Frau, seine Geschichte. Die Frau wurde abwechselnd rot und blass und wieder hüpfte das Herz in ihrer Brust, war er doch ihr eigen Fleisch und Blut. Sie stand auf und fiel dem Königssohn um den Hals. „So lang schon hab ich dich vermisst!“

Zu dritt zogen sie zum Schloss und der jüngere Königssohn nahm sein Schicksal an. Die stumme Ex-Königin durfte bleiben, konnte sie kein großes Unheil anrichten.

Der neue König war sehr beliebt bei den UntertanInnen und da er sich ja ein gutes Leben für sich und alle, die ihn lieben gewunschen hatte, erfüllte sich für das ganze Reich dieser Wunsch.

„Drum“ sagte die Alte in ihrer Hütte zu der Prinzessin „gib immer acht auf deine Wünsche, denn sie könnten dir erfüllt werden!“

hier mein Beitrag zum *txt achten Wort
steppenhund - 15. Juni, 23:51

Vor zwei Jahren habe ich einen Vortrag über EDV gehalten, der ist auch irgendwo veröffentlicht. Dabei ging es um Anforderungen. Das sind die "Wünsche", die von einem neuen Softwareprogramm erfüllt werden sollen. Dabei wies ich darauf hin, dass das richtige "Wünschen" von jeher ein Problem der Menschen gewesen ist. Als Beispiel führte ich Midas an, der verhungerte, weil jegliche Nahrung sich bei Berührung mit seinem Körper in Gold (relativ unverdaulich für den Menschen) verwandelte. Aber noch mehr Wunschprobleme findet man in Grimms Märchen. Eigentlich haben fast 50% der Märchen das Problem zum Thema, dass sich die Menschen nichts Vernünftiges wünschen können.
Diese Geschichte passt sehr gut zu meinen Darstellungen, aber vor allem gefällt mir der Umstand, dass ich meine eigenen Überzeugungen so widergespiegelt vorfinde.

Sternenstaub - 16. Juni, 06:14

Es ist aber auch schwer, das Wünschen! Weil wir auch Emotionen mitwünschen!

Ich wüsst nicht so richtig, was ich mir wünschen sollt von der Fee! Drum gut, dass ich keine treff ;)))

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