La lingua batte dove duole il dente. - Wem das Herz voll ist dem geht der Mund über

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Zuletzt aktualisiert: 10. Mai, 21:15

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Hab-Gier

Die Prinzessin hatte wieder einen neuen Planeten im Visier.

Hier herrschte auch ein junger König. Aufgewachsen ohne jegliche Sorge um das Geld, verwöhnt und wohlhabend. Er hatte ein prächtiges Schloss und viele Länderein drumherum. Er liebte den Luxus und war sehr stolz auf all sein Gold.

Ebenso stolz und arrogant präsentierte er seine Besitztümer. Stets trug er ein Bündel Geldscheine mit sich herum, die er zur Demonstration an seine UntertanInnen verteilte. Jedoch niemals wär er auf die Idee gekommen seinen Reichtum zu teilen.

Vielmehr gönnte er sich rauschende Feste und Jagdgesellschaften, in denen er wieder seine Länderein und sein Wild vorführen konnte.

Da er von sich selbst und seinen Errungenschaften derart eingenommen war, merkte er natürlich nicht, dass er nicht sehr beliebt war bei den HerrscherInnen der anderen Planeten. Immer seltener erschienen sie zu seinen Festen. Also mussten die Regierungsleute einspringen. Die konnten nicht so leicht ablehnen.

Da passierte es, bei einer dieser Jagdgesellschaften, er hatte sich gerade mit seinem neuesten Gewehr profiliert und ein paar Fasane geschossen, trat ein 16ender vor. Der König setzte natürlich sofort an und da war ihm als hörte er eine Stimme – kam sie von dem Hirsch oder aus seinem Inneren – die sagte: „Hab acht vor der Verblendung!“

Er hielt inne um über die Worte nachzudenken. Da er aber bereits zu tief drinnensteckte in seiner Sicht der Welt, wusste er natürlich nichts anzufangen, mit diesen Worten. So schüttelte er nur kurz den Kopf, zielte und schoss.

Diese kurze Unterbrechung genügte aber und der Hirsch sprang davon. Doch die Kugel prallte an einem Felsen ab und kam retour, genau auf sein Herz zugeschossen. Sie ging durch seinen Körper wie durch Butter und er sank vom Pferd und es wurde schwarz vor seinen Augen.

Sein Gefolge nahm ihn und brachte ihm zurück zum Schloss, wo ihn der Hofarzt sofort operierte. Doch es waren ein paar Minuten in denen der König zwischen Tod und Leben schwebte.

Der König bekam von dem allen nichts mit. Er war in einen tiefen Traum gesunken.

In seinem Traum wanderte er durch sein Reich. Alles war aus Gold, die Straßen, die Häuser, die Bäume und Sträucher, alle Blumen und Wiesen, das Wasser …

auch die Menschen waren aus Gold.

Stolz durchschritt der König diese Landschaft und konnte sich nicht sattsehen an diesem Glanz. Doch irgendwann bekam er Hunger und er wollte sich einen Apfel von einem Baum nehmen, doch natürlich konnte man diesen Apfel nicht essen.

Gold konnte man nicht essen. Da erst bemerkte er, dass die Menschen um ihn herum alle sehr ausgemergelt und abgearbeitet wirkten.

Er hielt die Nächstbeste auf und fragte: „Gib mir etwas zu essen?“ „Essen! Ha dieser Stolz und die Gier des Königs hat alles in Gold verwandelt, es gibt nichts auf diesem Planeten, dass nicht aus Gold ist!“

Also wanderte der König weiter, natürlich gab es auch kein Wasser. Am Ende des Tages traf er die Prinzessin. Sie las ihn vom Wegrand auf. Er hatte den Großteil seiner Gewänder verkauft um etwas zu Essen zu bekommen, doch die Menschen hatten alles genommen, aber natürlich nichts anbieten könne, das nicht aus Gold war.

Die Prinzessin nahm ihn mit in den Wald, zur Lichtung, zur Hütte der alten Frau. Hier war der Wald plötzlich wieder grün und alles schien normal.

Niemals wär er auf die Idee gekommen in so einer Hütte einzutreten aus Angst er könnte seine schönen Gewänder schmutzig machen. Doch er sah, dass Rauch aufstieg. Die Alte öffnete und sah ihn lange an.

Er deutete auf sein Geld und meinte er würde sie reichlich belohnen, wenn sie ihm etwas zu essen und zu trinken gäbe. Er bemerkte den Topf am Feuer in dem irgendetwas kochte.

Die Alte meinte nur: „Behalte deine Reichtümer. Die machen leer und hohl und außerdem was mache ich mit deinem Geld, hier gibt es nichts zu kaufen, dass nicht aus Gold ist und was mache ich mit dem vielen Gold. Hier bei mir zählt die Nächstenliebe!“

Verwirrt steckte der König sein Geld weg. Er setzte sich mit der Alten und der Prinzessin auf ein paar klapprige Sessel vor die Hütte und sie aßen gemeinsam zu Abend. Es schmeckte hervorragend und der König fragte verwirrt, warum das Essen hier nicht Gold sei und genießbar.

„Weißt du, man muss das Essen mit dem Herzen pflegen oder suchen und pflücken und lange kochen oder braten, bis das Gold weich wird.“

Nach dem Essen blieben sie noch eine Weile sitzen und genossen den Sonnenuntergang, der die Landschaft in gleisendes, glutrotes Licht tauchte.

Zum ersten Mal erkannte er die Schönheit in dieser Szene.

Er schlief erstaunlich gut in dem Bett im hinteren Zimmer und in der Früh weckte ihn der Gesang der Vögel und so stand er auf.

Hinterm Haus war ein Gemüsegarten und ein paar Hühner und Enten liefen umher. Zwischen den Hühnern und Enten tummelten sich je eine Schar Küken. Dazwischen stolzierte ein großer Hahn herum. Und der Ganter ein besonders buntschilerndes Exemplar, war sehr stimmgewaltig.

Eine Weile beobachtete der König das Geschehen, als ihm die Alte eine Harke in die Hand drückte und meinte: „Als Gegenleistung für deinen Aufenthalt, kannst du den Gemüsegarten und die Tiere hüten!“

Der König war natürlich empört, noch niemals in seinem Leben hatte er arbeiten müssen. Doch was blieb ihm über, sonst gab es keine Essen. Also begann er mit der Arbeit. Die Sonne brannte auf seinen Kopf, bald hatte er Blasen an den Händen von der Harke und die Schuhe voller Tierkot.

Am liebsten wär er auf und davon. Doch da ihm die Prinzessin ein wenig zur Hand ging und zu Mittag Wasser und Brot brachte hielt er durch. „Warum bleibst du freiwillig bei der Alten?“ fragte er die Prinzessin verwundert. „Es befreit ungemein, den Ertrag aus der Arbeit zu sehen! Und die Arbeit macht Sinn!“

Tatsächlich fühlte sich der König am Abend sehr eigenartig. Als er ein paar Gurken und Kräuter brockte und für den Salat brachte, schmeckte das Essen gleich doppelt so gut als sonst. Die Eier selbst gesammelt hatten bessere Dotter. Und am Abend belohnte ihn der Sonnenuntergang für den Tag.

Durch die körperliche Arbeit schlief er auch hervorragend und erwachte gestärkt am nächsten Morgen.

Mit der Zeit wurde er immer zufriedener durch die Arbeit und er freute sich jeden Abend auf dieses herrlich bunte Schauspiel.

Den Hühnern und Enten gab er Namen und kümmerte sich liebevoll. Die glänzenden Gewänder waren bald alle abgewetzt, doch viel gemütlicher und hätten ihn seine Leute zu sehen bekommen, nie hätten sie gedacht, dass es sich um den König handelt. Doch eine Zufriedenheit hatte von ihm Besitz ergriffen, die kein Schatz der Welt ihm hatte je geben können.

Eines Abends – die Sonne warf gerade besonders schöne Strahlen über die Lichtung und durch die Luftspiegelungen schien es, als tanzten lauter Feen durchs Gras – meinte die Alte, dass es nun Zeit wäre zurückzukehren.

Erschrocken sprang der König auf und seine alte Arroganz kam zurück und er herrschte die Alte an, sie könne ihm gar nichts befehlen. „Wohin zurückkehren? Und wer kümmert sich um die Tiere und das Gemüse! Ich bleibe! Du befindest dich auf meinem Grund und Boden! Alles hier gehört mir!“

Milde lächelnd zuckte sie nur mit den Schultern. „Das geht nicht! Du musst zurück in dein Leben! Du hast noch viele Aufgaben zu erledigen!“

Als sich der König setzte merkte er wie sein Stuhl plötzlich aus Gold war. Er legte sich wütend in sein Bett und dachte lange nach über seinen Aufenthalt und dieses Gefühl des Angekommen-Seins nach.

…..

Er schlug die Augen auf und fand sich in seinem Schloss wieder. Er musste die Augen schließen weil ihn die glänzenden und schillernden Farben weh taten.

Der Arzt und rief schnell die Regierungsleute herbei, weil der König wieder unter den Lebenden war.

„Wo bin ich?“ fragte er verwundert. „Bleiben Sie ruhig liegen, werter König. Sie haben eine Kugel ins Herz bekommen und wir haben sie entfernt, es sah eine Weile so aus, als hätten wir Sie verloren!“

„Wieso ich war doch bei der Alten und der Prinzessin in ihrer Hütte auf der Lichtung?“ Alle sahen sich verständnislos an und kamen zu der Erkenntnis, dass der König wohl geträumt hätte.

Die Kunde über das Erwachen ging bald über den gesamten Planeten und keiner wollte sich so richtig freuen. Niemand wünschte dem König Böses, aber es war mühsam mit diesem arroganten Schnösel.

Auch die Genesung wollte nicht so richtig voranschreiten. Der König wirkte übellaunig und seltsam fremd. Nichts konnte ihn aufheitern, keine Goldstücke und auch die neuesten Geräte und Dinge konnten daran was ändern.

Die Prinzessin war gerade auf dem Planeten gelandet und ging zum Schloss und wollte sich dem König vorstellen. Sie betrat den Raum und der Arzt wollte sie schon wegschicken. Doch der König sah sie und rief sie zu sich. „Wo warst du? Wo ist dieAlte?“ Verwirrt sah ihn die Prinzessin an und meinte „Entschuldigung, aber wir haben uns noch nie gesehen!“

Der Arzt nahm sie beiseite und erzählte ihr von dem seltsamen Traum, den der König gehabt hatte, in dem er offensichtlich etwas besonderes erlebt hatte und er hieß sie mitzuspielen.

Die Prinzessin drehte sich zu dem König und fragte nach den Einzelheiten des Traumes, nach der Alten und nach der Hütte im Wald. Erfreut endlich darüber reden zu können erzählte der König von seinem Aufenthalt in der Hütte im Wald. Von dem Gemüsegarten, den Hühnern und Enten und vor allem von den Sonnenuntergängen. Die Prinzessin nickte hin und wieder und fragte noch ein paar Fragen. Die Werte des Königs stiegen sofort beträchtlich.

Da hatte die Prinzessin eine Idee. Sie fragte den König, ob sie ein paar Veränderungen vornehmen dürfe und dieser ließ sie gewähren.

Die Prinzessin ließ im Garten, der prächtig und mit den tollsten Gegenständen verziert war einen Gemüsegarten anlegen. Ein paar Hühner wurden gebracht und Enten und da es ja der Königsgarten war bekamen diese einen vergoldeten Stall.

Und ebenso ließ sie ein Zimmer herrichten dessen Fenster nach Westen ausgerichtet waren.

Als der König das Gackern der Hühner hörte und das Quaken der Enten richtete er sich auf und ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Und als ihn der Arzt in das vorbereitete Zimmer brachte und am Abend vor den Fenstern der Sonnenuntergang zu sehen war, schien der König endgültig geheilt.

Von da an bemühte er sich wieder zu Kräften zu kommen und die Prinzessin, die den Garten einstweilen pflegte, erzählte ihm jeden Abend was sie getan hatte und wie es den Hühnern und Enten ging und nach dem Abendmahl beobachteten sie gemeinsam den Sonnenuntergang.

„Sag mir, war das alles wirklich nur ein Traum?“ fragte er die Prinzessin. „Wer weiß!“ antwortete die Prinzessin. „Auf meinen Reisen habe ich schon so Einiges in dieser Hütte im Wald erlebt! Ich glaube das ist auch nicht wichtig! Wichtig ist es, das eigene kleine Glück zu finden!

Der König hörte bedächtig zu und als er wieder bei Kräften war kümmerte er sich selbst um seinen Gemüsegarten und seine Tiere, die immer mehr wurden – überhaupt veränderte er das Schloss und die Länderein drumherum. All die goldenen Skulpturen wurde ausgetauscht gegen gemütliche Dinge und er erließ ein Gesetz, dass jede und jeder in seinem Reich zumindest einen Gemüsegarten besitzen sollte. Damit seine UntertanInnen genug zu essen hatten und Land um das sie sich selbst kümmern durften.

hier das 10. Wort des Projekt .txt - Glück

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